„Der Risikobedarf steigt im Alter“

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Dieter Fröhlich, Vorstandschef der InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, spricht im procontra-Interview über die zukunftsweisende Produktkonzeption von Unfalltarifen.

procontra: Warum sieht der 2011 eingeführte InterRisk-Unfalltarif kein Höchstalter mehr vor? 

Dieter Fröhlich: Bisherige Tarifstrukturen stammen noch aus einer Zeit, als die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit im Vordergrund stand. Der Anteil derer, die das Rentenalter erreichten und ihren Vertrag darüber hinaus fortführen wollten, war gering. Heute soll eine Unfallversicherung auch unfallbedingte Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten ausgleichen sowie durch Unfälle verursachte Kosten übernehmen und Hilfeleistungen in Notfällen erbringen. Mit unserem Tarif sprechen wir daher Personen jeder Altersgruppe an. 

procontra: In bestimmten Altersgruppen ist dabei eine fortlaufende Beitragsanpassung vorgesehen. Welche Überlegungen standen dahinter? 

Fröhlich: Laut GDV-Statistik erhöht sich der Risikobedarf eines 30-jährigen Mannes bis zu dessen 85. Lebensjahr um rund 250 Prozent, bei 30-jährigen Frauen gar um 1.100 Prozent. Ab dem 50. Lebensjahr übersteigt das Unfallrisiko der Frauen das der Männer. Herkömmliche Unfalltarife bilden diese Entwicklung nicht ab. Daher haben wir uns zu einer Neukonzeption mit einer Beitragsanpassung entschlossen. Diese sieht in jungen Jahren besonders attraktive Beiträge vor und berücksichtigt fortlaufend den mit zunehmendem Alter steigenden Risikobedarf. 

procontra: Kann ein Vermittler ruhigen Gewissens eine Unfallversicherung empfehlen, die im hohen Alter vielleicht ein Mehrfaches des Ursprungsbeitrages kosten wird? 

Fröhlich: Diese Frage sollte eher umgekehrt gestellt werden: Kann ich einem jungen Versicherten guten Gewissens eine herkömmlich kalkulierte und damit gemessen an seinem altersentsprechenden Risiko zu teure Unfallversicherung empfehlen? Kann ich darauf vertrauen, dass der Versicherer den Beitrag auch in 20 oder 30 Jahren trotz altersbedingt gestiegenem Schadensbedarf konstant halten und den Vertrag bis ins hohe Alter fortführen wird? 

procontra: Ihre Antwort auf diese Frage lautet Nein? 

Fröhlich: Richtig, denn das marktweit gesunkene Beitragsniveau beschränkt die Möglichkeiten zur Quersubventionierung älterer Versicherter. Das kann die Branche nicht ignorieren. Schon heute reagieren Unfallversicherer zwischen dem 65. und 80. Lebensjahr mit deutlichen Einschnitten. Viele Bedingungen sehen vor, dass ab einem gewissen Alter Leistungen ausgeschlossen werden, der Vertrag auf eine spezielle Senioren-Unfallversicherung umgestellt wird oder vollständig erlischt. Nicht selten kommt es auch zu Änderungskündigungen, die mit reduzierten Leistungen, stark erhöhten Beiträgen sowie teilweise mit neuen Gesundheitsprüfungen verbunden sind. 

procontra: Was passiert, wenn dem Kunden die Beiträge zu hoch werden? 

Fröhlich: Der Kunde kann jederzeit auf eine automatische Summenreduzierung bei gleichbleibendem Beitrag umstellen. Dies lässt sich mit dem infolge abnehmender Lebenserwartung sinkenden Versorgungsbedarf sinnvoll begründen. So kos­tet der XXL-Schutz in der höchsten Altersstufe ab 82 Jahren bei einer auf 25.000 Euro abgeschmolzenen Invaliditätssumme (ohne Progression, StandardTaxe) erschwingliche 10,45 Euro monatlich. Und zwar einschließlich aller Pflegeleistungen, behinderungsbedingter Umbaumaßnahmen und sonstiger Hilfsmittel sowie weiterer Leistungen. 

Foto: InterRisk