Behörden genehmigen mehr Wohnungsbauten

Sachwerte von Stefan Terliesner

Anstieg um fast 10 Prozent im ersten Halbjahr 2014. Bei Eigentumswohnungen sogar gut 14 Prozent mehr Bauanträge bewilligt. Dennoch bleibt Knappheit ein Problem in Ballungsräumen.

Der Wohnungsmarkt reagiert auf die zunehmende Knappheit in Ballungsräumen. Von Januar bis Juni 2014 genehmigten die Behörden in Deutschland den Bau von 136.800 Wohnungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 9,6 Prozent oder 11.967 Wohnungen mehr als im ersten Halbjahr 2013. Damit setze sich die positive Entwicklung fort (Halbjahresvergleich der Jahre 2010: + 5,2 Prozent, 2011: + 27,9 Prozent, 2012: + 4,9 Prozent und 2013: + 9,6 Prozent).

In Wohngebäuden wurden im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 118.707 Neubauwohnungen genehmigt, das waren 7,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von dieser Zunahme profitierten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 12,8 Prozent). Die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser gingen im ersten Halbjahr 2014 leicht zurück (– 1,0 Prozent und – 0,4 Prozent). In der Kategorie Eigentumswohnungen genehmigten die Behörden im ersten Halbjahr 2014 sogar 14,3 Prozent oder absolut 6.718 mehr Bauanträge.

Deutlicher Preisanstieg am Bau
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes korrespondieren inhaltlich mit den jüngsten Daten des Europace-Hauspreis-Index EPX. Der EPX stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent auf 116,11 Zählerpunkte. Laut einer Pressemitteilung von Europace wurde dieser Anstieg getrieben von einem deutlichen Preisanstieg bei Eigentumswohnungen von 2,3 Prozent zum Vormonat.

Der Teilindex für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zog dagegen binnen Monatsfrist nur um 0,3 Prozent an, erreichte aber den höchsten Wert seit Erhebungsbeginn im August 2005.

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Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com

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