Zum Pauschalpreis gegen die Debeka

Versicherungen Top News von Markus Rieksmeier

Eine Berliner Rechtsanwaltskanzlei bietet Anwaltsschreiben zum Pauschalpreis, um für Kunden der Debeka-Lebensversicherung die Kürzung der Grundüberschussanteile zu überprüfen. Der Versicherer hält das für rechtlich bedenklich.

Auf ihrer Internetseite bieten die Berliner ETL-Rechtsanwälte „Hilfe für Debeka-Versicherte“, so die Überschrift, und ein „anwaltliches Schreiben zum günstigen Pauschalpreis“. Kostenpunkt: 89,25 Euro. Hintergrund ist der Wegfall der so genannten Sofortverrechnung der Debeka.

Bekanntlich ist dies nicht anderes als eine Art Vorschuss auf die Überschussbeteiligung, den die Debeka wegen des niedrigen Zinsniveau gestrichen hat. Auch die DBV (Axa-Gruppe) hat ihren Sofortüberschuss „W4“ aus gleichem materiellen Grund gestrichen. Mit anderen Worten: Gestrichene Sofortüberschüsse sind eine derzeit normale Auswirkung sinkender Überschussanteile.

Die Anwälte schreiben nun: „Die Debeka hat in ihren Kundenanschreiben keinerlei Angaben dazu gemacht, wieso die Überschussbeteiligung ‘über Nacht‘ abgeschafft wurde. Es ist derzeit nicht nachvollziehbar, wie die Versicherung den Prämienbeitrag errechnet“.

Im Weiteren bieten die ETL-Rechtsanwälte an, „Debeka-Kunden, die aufgefordert wurden, eine höhere Versicherungsprämie zu zahlen zum günstigen Pauschalpreis von 75 Euro (Nettobetrag, entspricht 89,25 Euro brutto) die Debeka anzuschreiben, um eine Überprüfung des Vorgehens zu ermöglichen“. 

Seite 1:
 Klarheit für 89,25 Euro 
Seite 2: „Rechtlich bedenklich“ 

Foto: © Ingo Bartussek - Fotolia.com

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare