Makler vs. Portal – wer lacht zuletzt?

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Portale unter Kostendruck
Trotz der Provisionen der Assekuranz erzielen viele Portale kaum Gewinn. Grund sind die hohen Werbeaufwendungen und die Investitionen in die Technik. Viele haben ihren Fokus zwangsläufig auf weitere Geschäftszweige wie den Vergleich von Strom-, Gas- und Telekommunikationstarifen ausgeweitet. Diese Struktur kostet entsprechend und führt nun zu einer Marktbereinigung, der Transparo zum Opfer fiel.

Selbst Internetriese Google, der mehrfach seinen Eintritt in den deutschen Vergleichsportal-Markt angekündigt hat, ist zurückgezuckt. Gespräche über die Übernahme eines Portals scheiterten. Offiziell werden technische Probleme als Grund genannt, dass „Google Compare“ auf sich warten lässt. Kürzlich schloss Google sein Versicherungs-Vergleichsportal in Frankreich nach nur drei Monaten am Markt aus „strategischen Gründen“.

Der Markt ist demnach schwierig, aber nicht uninteressant für Makler. Einerseits sind die Portale Konkurrenz beim Ringen um Neukunden, andererseits können sie auch Partner sein. So bietet Marktführer Check24 über ein Tochterunternehmen eine Zusammenarbeit mit Offline-Vermittlern. „Wir wollten eine Brücke schlagen zwischen dem Internet und der Face-to-Face-Beratung“, erklärte Daniel Hering, Leiter Vertrieb von ProCheck24, bereits in der procontra-Ausgabe im vergangenen Herbst (#5/2013).

Nach Unternehmensangaben haben rund 5.500 Einzelvermittler und rund 100 Großkonzerne Zugriff auf die Vergleichsrechner in den Bereichen Kfz-, Motorrad- und Risikolebensversicherung sowie Ratenkredit, Girokonto, Tagesgeld, Strom, Gas und DSL-Verbindungen. Schließen Makler dort für ihre Kunden Verträge ab, erhalten sie eine Provision, die allerdings überschaubar ausfällt und zum Teil unter der einer Direktanbindung liegt.

Die aktuelle Studie „Vergleichsportal-Marketing Versicherungen 2014“ benennt die wichtigsten Charakteristika: „Es gibt große Unterschiede hinsichtlich der Präsenz der Versicherer in den einzelnen Produktkategorien“, betont Uwe Matzner, Studienleiter bei research tools. Das Institut hat das Engagement von 163 Versicherern auf 103 Vergleichsportalen detailliert analysiert.

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