„Vermittler müssen sich vom Wettbewerb abheben“

Berater Top News Versicherungen von Christian Hilmes

 

procontra: Wie dürften die Versicherten in Deutschland ihrer Meinung nach auf die anstehende Offenlegung der Provisionen reagieren?

Fiala: Das führt zu Diskussionen. Insbesondere bei höheren Provisionsbeträgen werden die Kunden die Vergütung des Vermittlers zunehmend mit dessen Leistung vergleichen. Zugegeben, das betrifft nicht die Masse des Volkes, die zum Beispiel eine Kfz-Police abschließt. Aber vor allem bei den Maklern von Gewerbe- und Industrieversicherungen dürfte sich das bemerkbar machen.

procontra: Worauf müssen sich Versicherungsmakler zukünftig einstellen?

Fiala: Zunächst einmal ist die Offenlegung der Provisionen für die Makler sowie die Vertriebspools mit höheren Kosten für die Administration verbunden. Außerdem steigt der Druck von der Kundenseite. Zum einen gibt es einen Druck zu besserer Qualifizierung, um bessere Tipps zu bieten als im Internet frei verfügbar sind. Zum anderen gibt es einen Druck, andere Versicherungsprodukte anzubieten - zum Beispiel Nettotarife.

procontra: Das klingt nach einem Trend zur Honorarberatung.

Fiala: Die Politik versucht durch das neue LV-Gesetz ganz offensichtlich eine Stärkung der Honorarberatung zu erreichen. Das wird bei einer Vielzahl von Vermittlern zu einer Neuausrichtung, Weiterqualifizierung und auch zu einer Ausdünnung des Vermittlermarktes führen. Vermittler können aber auch von der neuen Gesetzgebung profitieren, indem sie sich positiv vom Wettbewerb abheben und auch im Vergleich mit Honorarberatern gut abschneiden. 



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