LV-Provisionen: Offenlegung soll noch weiter gehen

Versicherungen Top News von Christian Hilmes


Plädoyer für Offenlegung aller Kosten 
Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Vereins Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB), plädiert hingegen für die Offenlegung aller Kosten, die mit einem Produkt verbunden sind. „Um eine Kollision von Berater- und Kundeninteressen zu vermeiden, sollten die Beratungs- von den Vermittlungsleistungen klar getrennt werden“, so Tilmes, der auch Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School in Oestrich-Winkel ist. 

Kritik an Eiltempo-Gesetz 
Auch der parlamentarische Fahrplan des Gesetzes, das zumindest in Teilen womöglich bereits im Juli in Kraft tritt, sorgte für Ärger bei den Vertretern der betroffenen Berufe wie Heinz, aber auch bei Landespolitikern wie Brandenburgs Justizminister Helmuth Markov (Foto). Er kritisierte im Plenarsaal, dass der Reformentwurf der Bundesregierung kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt des Bundesrats wurde.

Statt der eigentlich sechswöchigen Beratungsfrist standen Den Fachpolitikern aus den Landesregierungen hatten nur wenige Tage Zeit, um Stellungnahmen vorzubereiten. „Die Kunden verdienen ein gründliches Gesetz“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur AFP. Die „absurd kurze Beratungsfrist“ brüskiere auch Verbraucherschützer.

Wie berichtet, hatte auch der Vorstandssprecher des Bunds der Versicherten (BdV) die kurze Zeit für die Beteiligung seines Verbands am Gesetzgebungsprozess kritisiert: Das widerspreche üblichen demokratischen Gepflogenheiten. „Ziel scheint es zu sein, im Windschatten der Fußball-Weltmeisterschaft still und heimlich ein vermeintlich unpopuläres Gesetz durchzupeitschen“, so der BdV-Chef weiter. 

Foto: Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg 

Seite 1: Offenlegung soll noch weiter gehen 
Seite 2: Plädoyer für Offenlegung aller Kosten