Geschlossene Fonds: Vermittler pessimistisch

Sachwerte von Christian Hilmes

Jeder zweite deutsche Finanzvermittler erwartet, dass geschlossene Fonds in den kommenden drei Jahren für Privatanleger unbedeutender werden. 85 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage schätzen, dass frühere Platzierungsvolumina nicht mehr erreicht werden.

Die Stimmung der Vermittler geschlossener Fonds ist gedrückt. So lässt sich das Ergebnis einer Scope-Umfrage zusammenfassen. Die Rating-Agentur hatte im Mai 2014 insgesamt 56 Banken, Sparkassen und freie Vertriebe, die geschlossener Fonds vermitteln, zu ihren Markteinschätzungen befragt.

Als gut oder sehr gut beurteilen die Lage ihrer Unternehmen im Geschäftsfeld geschlossene Fonds lediglich 7 Prozent der befragten Vermittler. Mehr als 55 Prozent von ihnen schätzen ihre Lage in diesem Jahr jedoch als unbefriedigend oder schlecht ein.

Schatten der S&K- und Wölbern-Skandale
Als Gründe für die pessimistische Einschätzung sehen Vermittler vor allem den Mangel an geeigneten Fonds. Darüber hinaus drücken die jüngsten Skandale um S&K und vor allem Wölbern auf die Stimmung der Vermittler.

Das neue regulatorische Umfeld hemmt zwar nach Ansicht von mehr als der Hälfte der befragten Vermittler den Vertrieb geschlossener Fondsanteile. Doch jeder Fünfte rechnet deswegen mit positiven Impulsen im Vertrieb, zum Beispiel wegen der Gleichstellung mit anderen regulierten Investmentprodukten.

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