Fast 50 Prozent Verlust für TMW-Anleger

Investmentfonds Top News von Rainer Kreuzer

Drei Jahre lang hat der TMW Immobilien Weltfonds versucht, sein Portfolio zu liquidieren. Anfang Juni sind nun die restlichen Objekte an die Depotbank übergegangen. Das Kapital der Anleger ist um 47,7 Prozent geschrumpft.

Der ehemals offene Immobilienfonds war wie viele andere im Anschluss an den Lehman-Crash in die Liquiditätskrise geraten. Die Rücknahme der Anteilsscheine musste ausgesetzt werden, bis schließlich Ende Mai 2011 die Fondsgesellschaft TMW Pramerica Property Investment die Auflösung einleitete und ihr Verwaltungsmandat kündigte.

Doch, wie sich jetzt herausstellt, konnte die TMW die Ziele der Liquidation nur ansatzweise erreichen. Im abschließenden Factsheet mit Stand vom 31. Mai 2014 werden noch immer Immobilienwerte in Höhe rund 180 Millionen Euro ausgewiesen. Gegenüber Mai 2011 konnte das gesamte Portfolio erst zu 64 Prozent liquidiert werden.

Auch die Auszahlung der Anleger erweist sich als Flop. Nach den Berichten der KAG wurden insgesamt gerade mal 2,56 Euro pro Anteil überwiesen. Das sind 5,3 Prozent vom Anteilspreis zu Beginn der Auflösung. Grund dafür war die hohe Verschuldung des Fonds.

Vor Beginn der Liquidation lag die Kreditfinanzierung bei 48 Prozent und musste vorrangig abgebaut werden. Dies sei nun gelungen, heißt es im aktuellen Report. „Wir gehen ferner davon aus, dass zum nächsten Ausschüttungstermin (im Juli 2014) eine Substanzausschüttung erfolgen kann.“ Als Depotbank wird die CACEIS Bank Deutschland angegeben, die nun die Restauflösung betreiben soll.

In diesem Jahr werden insgesamt vier ehemals offene Immobilienfonds ihre Karten offfenlegen müssen. Ende Juni endet die Auflösungsphase für den Degi Global Business, der für institutionelle Anleger aufgelegt worden war. Im Oktober folgen der Degi International und der Axa Immoselect.
 
Foto: © Halfpoint - Fotolia.com

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