Fusionsbereitschaft der Maklerpools

Berater Top News von Matthias Hundt

Der Vermittlermarkt wird kleiner. Davon wären auch Pools betroffen. Ob sie ihre mögliche Schmelze mit Zusammenschlüssen aufhalten wollen? Die unterschiedlichen Einstellungen der Poolchefs

maxpool: Aktuell streben wir keine Übernahmen an
Wir haben ausreichend viel Arbeit mit uns selbst und unserer eigenen Innovationsfreude. Und nichts liegt mir ferner, als mich selbst übernehmen zu lassen. (Oliver Drewes, maxpool)
 

Mit dem Inkrafttreten des LVRG werden die unterschiedlichsten Folgeketten verbunden. Mal mehr, mal weniger kausal. Einer aktuellen Umfrage unter rund 300 Maklern und Vermittlern zufolge, erwarten knapp 60 Prozent, dass sich ihr Lager – als direkte Folge – verkleinern wird. Käme es so, würde dieser Mitgliederschwund auch unmittelbar die Größe der Maklerpools tangieren.

Das wiederum erlaubt zumindest die Frage, wie aufgeschlossen die Gesellschaften einer Fusion gegenüberstünden, angesichts der möglichen Mitgliederschmelze. procontra stellt diese Frage und stellte äußerst unterschiedliche Haltungen und Erwartungen zu diesem Thema fest.


Welche Vorteile hätte eine Fusion?

Dr. Sebastian Grabmaier (Jung, DMS & Cie.): Der Poolmarkt ist nach wie vor sehr zersplittert. Durch sinnvolle Zusammenschlüsse könnten Synergien gehoben werden und ein effizienterer Service würde Maklern am Ende Kosten- und Kooperationsvorteile bieten.

Dr. Bernward Maasjost ([pma:]): Von Vorteil wären sicherlich Degressionseffekte, Synergien und unter Umständen auch Diversifikation der Geschäftsfelder zu nennen. Der Strukturierungsaufwand wäre allerdings enorm hoch, was zu einer Kostenexplosion führen könnte.

Dr. Frank Ulbricht (BCA): Mögliche Bündelung von Know-how und eine größere Verhandlungsmacht gegenüber Produktpartnern oder auch der verbesserte Zugang zu bestehenden Geschäftsfeldern und Zielgruppen.

Foto: © lassedesignen

Seite 1: Vorteile von Fusionen unter Pools
Seite 2: Warum die "Seele als Dienstleister" auf dem Spiel steht


Klare Fragen, klare Antworten. Steht Ihr Unternehmen Fusionen offen gegenüber?