Halber Preis – volle Leistung?

Versicherungen Top News von Carla Fritz

Kein „Schnäppchenangebot“
Eins bleibt bei dem einen wie dem anderen Modell dabei unbenommen: Für das Geld, das der Kunde am Anfang spart, muss er am Ende mehr zahlen. „Bei den befristeten Einsteigertarifen liegt der finale Beitrag im Durchschnitt schätzungsweise 10 Prozent über dem, den der Kunde sonst im Normaltarif zu zahlen hätte“, sagt Geiberger. Je länger die Rabattstrecke, umso höher später der endgültige Beitrag.

Extrem teuer wird es nach den Berechnungen des Analysehauses bei den technisch einjährigen Tarifen meist für Kunden im Alter zwischen 55 und 65 Jahren, wenn auch das Risiko, berufsunfähig zu werden, erhöht ist. Monatsbeiträge in der Größenordnung von 150 oder 160 Euro fallen hier leicht an. Verantwortungsvolle Makler weisen bereits beim Abschluss auf die finanziellen Spätfolgen hin und werben nicht nur mit dem güns-tigen Einstiegspreis.

Kritik von Verbraucherschützern
Insbesondere an diesem Punkt entzündet sich die Kritik von Verbraucherschützern, die hier von „Ballontarifen“ sprechen. „Der Kunde kann jederzeit in den fest kalkulierten Tarif auch ohne erneute Gesundheitsprüfung umsteigen“, argumentiert Danzmann.

„Ich sehe Einsteigertarife eher als Notlösung. Der Rabatt sollte wirklich nur für kurze Zeit in Anspruch genommen werden, wenn es die Finanzen nicht anders zulassen“, so sieht und empfiehlt es gelegentlich auch Versicherungsberater Hans-Hermann Lüschen. Bei einem angehenden Existenzgründer zum Beispiel, der die Meisterschule besucht, könne es durchaus sinnvoll sein, für ein oder zwei Jahre eine Reduzierung der Beiträge einzubauen.

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