Klangvoller Schutz

Versicherungen Top News von Carla Fritz

Die Blockflöte für die Kleine, die E-Gitarre für den Bandleader oder die Stradivari für den Kunstsammler: Der Markt der Musikinstrumente ist noch eine Nische, auf dem Spezialmakler tonangebend und neue Konzepte gefragt sind.

Musik bedeutet Emotionen. Hobby- und Berufsmusiker besitzen ein enges Verhältnis zu ihren Instrumenten. Ob Violine, Saxofon oder Geige, Makler stoßen auf offene Ohren beim Schutz des jahrelangen Tourbegleiters. Zumal das Prämienniveau überschaubar ausfällt, wenn man den materiellen und emotionalen Verlust im Schadensfall gegenüberstellt. Experten raten zu speziellen Policen, die über die Hausratversicherung hinausgehen.

„Das meiste passiert dem Musiker selbst und der scharfkantige Notenständer ist dabei der ‚natürliche Feind’ des Instruments“, meint Spezialmakler Manfred Kronstaller aus dem bayrischen Olching. Kronstaller könnte sein eigener Kunde sein. Der ausgebildete Dirigent und nach wie vor aktive Bratscher in semiprofessionellen Orchestern kennt die Gefahren. Schnell liegt mal ein Instrument im Weg, ob im Orchesterbetrieb oder Proberaum. Nicht immer lässt sich im Nachhinein feststellen, wer der Schadensurheber war, folglich auch kein Haftpflichtanspruch geltend machen.

Risikoschutz gegen Zerstreutheit
Spätestens auf Tour außer Haus wird eigens für das Instrument Versicherungsschutz gebraucht: Transportunfälle, Stehen- oder Liegenlassen, Vertauschen. Diese Risiken decken spezielle Instrumenten-Policen ab. Auch einfacher Diebstahl ist mitversichert.

Die Musikinstrumentenversicherung bietet faktisch eine Allgefahrendeckung. Dank seiner  Erfahrung auf beiden Seiten entwickelt Kronstaller eigene Deckungskonzepte. Bei einer Posaune etwa fallen jährlich 45 Euro, bei einer Violine 25 Euro an. Vorausgesetzt, die Instrumente übersteigen einen Wert von 2.000 Euro nicht. Die Versicherungskammer Bayern nennt bezogen auf diese Summe 75 Euro netto als jährlichen Mindestbeitrag.

Neben dem Wert bestimmt auch die Art des Instruments die Prämie. „Eine einfache Geige zum Beispiel ist mit einem anderen Beitragssatz hinterlegt als eine Querflöte mit Edelmetall“, erklärt Ulrich Sagafe, Generalagent beim Marktführer Mannheimer, deren Sinfonima-Police er seit gut 20 Jahren in Berlin vertreibt. Bei Blasinstrumenten sind häufig auch wertvolle Mundstücke im Spiel. „Mancher Musiker hat eine Spezialanfertigung, die nur zu seinem Instrument passt.“

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Foto: procontra