BU: Absurdes Berufsgruppen-Bingo

Versicherungen Berater Top News von Markus Rieksmeier


Franke und Bornberg hatte gewarnt
Auch Michael Franke, Geschäftsführer der Rating-Agentur Franke und Bornberg, hat bereits vielfach auf die immer weiter getriebene Ausdifferenzierung der Berufsgruppen der Versicherer beim BU-Schutz hingewiesen. Ende Januar 2013 fragte Franke in einem ausführlichen Aufsatz „Schafft die BU sich selbst ab?“. In bis zu 14 Berufs- und damit Beitragsgruppen würden einige Versicherer ihre Neukunden zwischenzeitlich einteilen.

Versicherung ad absurdum geführt
Durch die „immer kleinteiligere Berufsgruppen-Differenzierung wird der Versicherungsgedanke zunehmend ad absurdum geführt“, schrieb Franke. Dies scheint treffend bezeichnet zu sein; absurd bedeutet auf Deutsch widersinnig oder unsinnig. Der Trend: Je „feiner“ ein BU-Risiko nach unten und nach oben unterschieden wird, desto teurer (vulgo unerreichbar) wird der Schutz für körperlich Tätige. Profiteure sind umgekehrt etwa die akademischen Büroberufe.

Wenn nun, wie Makler Helbergs Beispiele zeigen, bei der Tarifierung die exakte Unterscheidung von Beruf, Tätigkeit oder Status (und manchmal auch ein einfacher Bindestrich) die Tarifierung zum „Bingo“ machen, dann eröffnen sich auch Haftungsfragen. Zum Beispiel, ob der Vermittler beim Abschluss, neben der korrekten Beratung, auch den tatsächlich und tariflich korrekten „Beruf“ im Sinne des Versicherers ausgeforscht hat. Immerhin haben Vermittler diese Ausforschungspflicht; in der Vermittlerverordnung „Explorationspflicht“ genannt.

Neue procontra akademie für Vermittler
Wie berichtet, gehen Franke & Bornberg und procontra künftig gemeinsame Wege. Im April starten die ersten Webinare der neuen procontra akademie by Franke & Bornberg. Informationen zum Angebot der procontra akademie finden Sie in unserer neuen Kategorie Beratertools.

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