Wenig Vertrauen in Versicherungsvertreter

Berater von Christian Hilmes

Werber, Politiker und Versicherungsvertreter bilden die Schlusslichter in einer aktuellen Umfrage zum Thema Vertrauen. Banker und Bankangestellte kommen immerhin auf Platz 27 von 32.

Welchen Berufsvertretern vertrauen die Menschen? Dieser Frage ging der GfK Verein für eine Studie in 25 Ländern nach. Die Marktforscher stellten unisono fest, dass Feuerwehrleute sowie weitere helfende Berufe wie Sanitäter, Pfleger und Ärzte jeweils ganz weit oben und Politiker in der Regel am Ende der Skala zu finden sind.Sehr uneinheitlich wird im internationalen Vergleich aber die Finanzbranche gesehen. Banker erhalten nach Auswertung der insgesamt rund 28.000 Verbraucherinterviews in Indien mit 88 Prozent den höchsten Vertrauenswert, in Spanien dagegen mit 14 Prozent den niedrigsten.

Versicherungsvertreter vertrauensvoller als Pfarrer
Pfarrern und Geistlichen sprechen der Studie „GfK Trust in Professions 2014“ zufolge in Spanien weniger Menschen ihr Vertrauen zu als Versicherungsvertretern. Diese Berufsgruppe hat in Deutschland hingegen einen viel schlechteren Stand und landet mit 19,4 Prozent auf dem vorletzten Platz, vor Politikern (15,1 Prozent).

Banker kommen in Deutschland dagegen auf immerhin 39,1 Prozent Vertrauensvorschuss. Das überrascht, denn in einer Umfrage der Ruhr-Universität Bochum gaben jüngst  57 Prozent der privaten Anleger an, dass „die Banken“ ihr persönliches Aktienvermögen bedrohten.

Banken haben mit Vertrauensverlust zu kämpfen
Die von Professor Bernhard Pellens in Kooperation mit Deutsche Post DHL, dem Deutschen Aktieninstitut und dem Deutschen Investor Relations Verband erstellte Studie konstatiert einen Vertrauensverlust der Deutschen gegenüber Banken, Sparkassen und Brokern.

Ihre Bedeutung als Aktienberater habe infolge dessen stark abgenommen. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Verständlichkeit der Informationen aus den Finanzhäusern aus Sicht der Anleger abgenommen habe.


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