Sechs Infinus-Verantwortliche in Haft

Berater Top News von Markus Rieksmeier

Es bestehe Fluchtgefahr, heißt es in einem Pressebericht. Deshalb seien sechs Verantwortliche von Infinus in Haft genommen worden. Dabei handelt es den Angaben zufolge um Vorstände, Aufsichtsräte und Gesellschafter des Infinus-Konglomerats.

Bei den Personen, die in Haft genommen wurden, handelt es sich nach Angaben der „Bild“-Redaktion Dresden um die Vorstände Rudolf O., Kewan K. und Jens P. Weiter seien die Aufsichtsräte Siegfried B. und Andreas K. sowie Gesellschafter Jörg B. in Untersuchungshaft. Die Beschuldigten stehen nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen im „Verdacht des Betruges zum Nachteil einer Vielzahl von Anlegern. Dabei geht es vor allem um von Infinus vermittelte Oderschuldverschreibungen und Genussrechte.
 
Das Volumen „potenziell geschädigter Anleger“ umschrieb das LKA bisher mit „insgesamt rund 400 Millionen Euro“ und 25.000 „Betroffenen“, also Anlegern. In der vergangenen Woche hatten mehr als 400 Ermittlungsbeamte Liegenschaftenn der Infinus-Gruppe in sechs Städten durchsucht, darunter auch in Österreich, und massenweise Unterlagen zur Beweissicherung beschlagnahmt. Infinus hatte sich noch am selben Tage gegenüber den staatsanwaltlichen „angeblichen Vorwürfen mehr als ratlos“ gezeigt. Dies geht aus einer Infinus Presseerklärung hervor, in der Vorstand Kewan Kadkhodai zitiert wird.

Bei Infinus soll es bisher hoch her gegangen sein, meint „Bild“ in dem Bericht: „Die Infinus-Bosse pflegten einen luxuriösen Lebensstil“, schreibt das Blatt. So habe man im sich in einem Club eine „VIP-Lounge“ mit luxuriöser Einrichtung gegönnt; sogar Teppiche und Handtücher seien mit dem Firmenlogo versehen. Ferner wird von Luxusreisen der besten Verkäufer berichtet; gleich „50“ Verkäufer seinen mit Reisen nach New York und Hongkong belohnt worden. Die Situation erinnert an den S&K Skandal. Immer mehr.

Laut Creditreform hat die Infinus-Gruppe laut „Bild“ seit dem 5. November keine Bonität mehr. Grund seien die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. procontra ist bereits mit Vermittleranwälten in Kontakt und wird demnächst Handlungsempfehlungen für Infinus-Vermittler und Haftungsdachagenten präsentieren.

Foto: Screenshot Homepage der „blauen“ Infinus (das Haftungsdach)