Sparen? Bauen!

Versicherungen von Markus Rieksmeier

Jeder dritte Erwerbstätige strebt nach einem Eigenheim, um für das Alter vorzusorgen. Das Interesse an anderen Vorsorgeprodukten sinkt, besagt neue Postbank-Studie. Die Entwicklung gefährdet die Riester-Bestände der Versicherer.

Der Anteil der Menschen, die mit einer „Rente aus Stein“ für das Alter vorsorgen wollen, hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Laut der aktuellen Postbank-Studie, die jährlich durchgeführt wird, setzt inzwischen jeder Dritte auf Sachwerte. Zumindest wenn es um das mietfreie Wohnen im Alter geht, steht das Eigenheim ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. Auf dem zweiten Platz liegt der Postbank zufolge der Bausparvertrag, gefolgt vom „Zinshaus“, wie vermietete Immobilien in Hamburg vornehm bezeichnet werden. Nur noch rund zehn Prozent der Bürger interessieren bei der Vorsorge für Lebensversicherungs-Produkte.

Wenn überhaupt oder zusätzlich vorgesorgt wird. Mehr als drei Viertel der Befragten fürchten laut Postbank Altersarmut und knapp 90 Prozent der Menschen erwarten demnach auch eine weitere Zunahme von prekären Einkommensverhältnissen bei Rentnern. „Mit einer Drei-Viertel-Mehrheit wird daher von der Politik gefordert, hier gegenzusteuern“, kommentiert die Postbank. Auch seien zwei Drittel der 1500 befragten Bürger gegen eine Senkung der Rentenbeiträge; trotz der aktuellen Überschüsse in den Kassen. Die Zahl derer, die nicht vermehrt für die Rente vorsorgen wollen, sei in den vergangenen zehn Jahren um 60 Prozent gewachsen, „auf den bisher höchsten gemessenen Stand“, so die Postbank. Auch sei das Interesse an Finanzen und Rente seit 2003 kontinuierlich gesunken; vor allem bei Menschen unter 30.

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