„Es ging um Datenschutz, nicht um Portoersparnis“

Berater Top News von Matthias Hundt


procontra: Könnte Ihre persönliche Vorgeschichte mit der skandalumwitterten Teltex GmbH die Gerüchte befeuert haben?

Burkart: Teltex scheiterte, weil wir eine Lieferung von ein paar Tausend Handys nicht bekommen haben. Dass da ein paar Kunden rebellisch werden, ist völlig klar und auch im Endeffekt verständlich. An den Hintergründen hatte die Presse – allen voran ProSieben mit dem „Fass ohne Boden“ – aber kein Interesse. Da ging es darum, einen Skandal zu inszenieren, mehr nicht.

procontra: Machen wir ein anderes Fass auf: Wie genau ist denn Ihre Verbindung zum Maklerpool WIFO?

Burkart: Mein Vater Karl ist der Geschäftsführer von WIFO. WIFO war Kunde von Assapp und hat ihr eigenes CRM-System von uns administrieren lassen.

procontra: Was war der konkrete Grund für die Insolvenz?

Burkart: Hier spielen auch persönliche und private Dinge eine Rolle, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Im Endeffekt bin ich daran schuld, dass es den Laden nicht mehr gibt.

procontra: Letztlich scheiterte Ihr Unternehmen an der mangelnden Aufklärung der Makler, die den Wert des Datenschutzes noch nicht erfasst haben?

Burkart: Absolut. Viele Makler rechneten ihre 15 Briefe pro Monat dagegen und meinten, das System lohne sich für sie nicht. Dabei war das gar nicht das Thema von ePost, sondern die 80, 100 E-Mails, die mit Kundendaten verschickt werden und so nicht rausgehen dürften. Es ging um Datenschutz, nicht um Portoersparnis. Diese Denkweise zeigt, dass die Zeit für ePost noch nicht reif war beziehungsweise ist.

 

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