Stetige Milliarden-Abflüsse bei Pimco-Fonds

Investmentfonds von Markus Rieksmeier

Laut Analysten hat Pimcos Total Return Fund im August erneut Milliarden Dollar verloren. Seit Mai wurde Pimcos Flaggschiff damit um 25 Milliarden leichter. Pimco-Chef Bill Gross versucht die Kapitalflucht zu erklären und fabuliert über Baseball.

Die Allianz-Tochter Pimco verliert bei ihrem Total Return Fund jeden Monat Milliarden. Im August sollen es weitere 7,7 Milliarden US-Dollar gewesen sein, meldet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf das Analysehaus Morningstar. Zusammengerechnet belaufen sich die Mittelabflüsse demnach seit Mai auf etwa 25 Milliarden. Das verbliebene Fondsvermögen liegt unter Zugrundelegung der Angaben zwar immer noch bei ungefähr 255 Milliarden Dollar. Dennoch hätte der Fonds in nur vier Monaten knapp zehn Prozent seines Volumens verloren.

Als Hintergrund für die Kapitalflucht aus dem Total Return gelten unter Branchenbeobachtern Andeutungen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke, wonach die Notenbank bald weniger US-Staatsanleihen aufkaufen könnte. Zurzeit kauft die „Fed“ jeden Monat für 85 Milliarden Dollar US-Staatsschulden auf.

Jochen Hägele von Pimco Deutschland mochte auf Anfrage von procontra zu Pressemeldungen über „Mittelbewegungen“ keinen Kommentar abgeben. Stattdessen stellte er procontra den sechsseitigen „Investment Outlook Bill Gross September 2013“ zur Verfügung. Zum Verständnis dieses Textes von Pimco-Boss Bill Gross müsste man sich - auch in einer deutschsprachigen Version - sehr gut mit US-Baseball auskennen und einen Grundkurs in Makroökonomie belegt haben, bevor man das Papier liest.

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