Axa kündigt VSH-Policen von Vermittlern

Berater Top News von Markus Rieksmeier

Die Axa Versicherung wird künftig keine Finanzdienstleisterrisiken eines Großvermittlers mehr zeichnen und kündigt einen Teil des Bestands der Vermögensschaden-Haftpflicht. Der Bestand wird umgedeckt.

Zurzeit erhalten Finanzdienstleister mit einer Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung (VSH) bei der Axa eine Kündigung zum 1. Januar 2014. In dem Brief avisiert die Axa den Kunden, „die Sie betreuende Maklerfirma Corporate Insurance Versicherungsmakler GmbH hat zwischenzeitlich (…) einen neuen Rahmenvertrag geschlossen (…)“. Ein solches Kündigungsschreiben liegt procontra vor. Ebenso ein Anschreiben von Corporate Insurance an den Kunden: Kündigungsgrund sei eine „deutliche Risikoselektion“.  

Zugleich bietet Corporate Insurance, die nach eigenen Angaben „mehr als 8.000 Vermittler“ versichert hat, den Kunden in dem Brief eine neue VSH-Deckung ihres „weiteren Premiumpartners“ Liberty Mutual an; zu unveränderten Konditionen. Corporate Insurance-Geschäftsführer Jens-Olaf Teschke erklärte gegenüber procontra, die Axa strukturiere ihren VSH-Bestand neu. Man habe sich „einvernehmlich verständigt, einen kleinen Teil unseres großen Bestandes“ umzudecken. Ferner betont Teschke, es handele sich dabei „zum größeren Teil (…) um nicht schadenbelastete Verträge“.

Eine Pressesprecherin der Axa erklärte auf Anfrage, man wolle weiterhin VSH-Risiken von Finanzdienstleistern decken. „Lediglich mit einem Geschäftspartner haben wir die Zusammenarbeit (…) im beiderseitigen Einvernehmen eingestellt“. Angaben zum Umfang des betroffenen Bestands, zum gesamten Bestand von Corporate Insurance bei Axa oder Schaden-Kosten-Quoten sind nicht zu erhalten. Der neue Risikoträger Liberty Mutual ist ein amerikanischer Versicherer mit Sitz in den USA (Boston, New England).

Foto: Axa

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