Assapp schaltet ab

Berater Top News von Markus Rieksmeier

In den letzten Tagen häuften sich Beschwerden von Maklern über das Softwarehaus. Nun sind deren Internetseiten offline. Unterdessen erklärt sich der Maklerpool WIFO in einer Presseerklärung.

Die Internetseiten von Assapp sind nicht mehr erreichbar. Schon allein deshalb hätten betroffene Makler als Kunden des Softwarehauses eine Erklärung erwarten können. Stattdessen gibt es nun eine Presseerklärung des Maklerpools WIFO, mit der das Unternehmen erklärt: „Es gab und gibt keine gesellschaftsrechtliche Verbindung zwischen WIFO und der Assapp AG“. Weiter ist der Mitteilung zu entnehmen: „WIFO arbeitet nicht mit dem von der Assapp AG Maklern angebotenen ass-CRM-System“.

Hintergrund für die Pressemitteilung der WIFO, die bisher nicht auf deren Internetseiten ersichtlich ist, dürften auch Diskussionen in Internetforen sein. Dort ging es um mögliche wirtschaftliche Verbindungen zwischen Vater Karl Burkart (WIFO) und Marco Burkart (Assapp). Diese Verbindungen verneint WIFO und wird anwaltlich aktiv. Makler Udo Heidemann hatte sich kritisch zu Assapp geäußert. Er berichtet nun an procontra, WIFO habe ihn anwaltlich aufgefordert, alle „Unterstellung sofort zu widerrufen und einen Streitwert von 200.000 Euro aufgerufen“.

Ansonsten gibt sich WIFO in der Pressemitteilung kryptisch und formuliert: „Mit großer Betroffenheit haben wir daher festgestellt, dass lediglich aus dem Umstand heraus, dass ein nicht bei WIFO beschäftigter und/oder beteiligter Sohn des Firmengründers Karl Burkart als Vorstand bei der Assapp AG tätig ist, von offenbar interessierten Kreisen unzutreffende Informationen und teils wilde Spekulationen über angebliche Verhältnisse zwischen der Assapp AG und WIFO verbreitet werden. WIFO wird dagegen mit allen rechtsstaatlich verfügbaren Mitteln vorgehen“.

Marco Burkart meldet sich

procontra-Chefredakteur Matthias Hundt konnte Assapp-Chef Marco Burkart Ende der vergangenen Woche telefonisch erreichen und erhielt von Burkart die Zusicherung, dass jeder Makler auf ihn zukommen kann und eventuell ausstehende Datensicherungen erhält.

Dem vorausgegangen, so berichtet es der Münchner Versicherungsmakler Munich-Broker.de, war auch eine E-Mail, die Burkart angeblich am 29. August abgeschickt haben soll: „Ich möchte mich hier nun einmal persönlich zu Wort melden“. Dort versicherte Burkart den Informationen zufolge, jeder Kunde habe „die Möglichkeit, seine Daten zu sichern und unabhängig von ass-CRM aufzurufen“. Zugleich nannte Marco Burkart seine Handynummer. Die Absender-Adresse der E-Mail Burkarts war keine Assapp-Adresse, sondern eine Gmail-Adresse. Erklärungen zu den Hintergründen um Assapp enthielt die Mail Burkarts nicht.

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