Anleger schröpfen Pimco weiter

Investmentfonds von Markus Rieksmeier

Im Juni litten US-Anleihefonds unter etwa 60 Milliarden Dollar Abflüssen. Davon etwa 7,5 Milliarden zu Lasten von Allianz-Tochter Pimco, die zuvor schon einen Rekordschwund zu verkraften hatten. Fed kauft weniger Staatsanleihen.

Nach Rekordabflüssen in den Monaten Mai und Juni, als die Anleger etwa 14,5 Milliarden US-Dollar aus US-amerikanischen Pimco-Fonds abzogen, kommt wiederum vom Analysehaus Morningstar die nächste Hiobsbotschaft. Diesmal trifft es laut „Handelsblatt“ Pimcos Total Return Fund von Pacific Investment Management Co. Morningstar schätzt hier für Juli Abflüsse von 7,5 Mrd. Dollar. Per Ende Juli verzeichnete der Fonds einen Kapitalstand von etwa 262 Milliarden Dollar.

Die Allianz-Tochter Pimco leidet mittelbar unter Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke. Im Juni hatte dieser angedeutet, weniger US-Staatsanleihen aufkaufen zu wollen. Und ab Mitte 2014 möglicherweise gar keine mehr, sofern die US-Wirtschaft prosperiert. Derzeit kauft die US-Notenbank dem amerikanischen Finanzminister jeden Monat 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen ab.

US-Anleihe-Fonds verloren im Juni etwa 60 Milliarden Dollar. Das ist ein neuer Rekord seit 1961. Seitdem werden diese Geldbewegungen gemessen.

Foto: © pico - Fotolia.com

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare