Altersvorsorge: Frauen wollen Klartext

Berater von Carla Fritz


Vom kleinen bis zum großen Budget

Zur Angebotspalette gehören auch die Klassiker Riester, Rürup und betriebliche Altersvorsorge. Es kann aber auch ein flexibler Sparplan sein. Hier „nichts zu verteufeln, aber auch nichts in den Himmel zu heben“, hält die Maklerin für entscheidend. „Das Angebot muss zum Bedarf und Budget passen.“
Wer kommt, hat in der Regel auch schon sein Budget abgesteckt. Und es kommen die Absolventin von der Universität genauso wie die junge Fachfrau, die gerade ihre Lehre abgeschlossen hat. Auch die vermögende Unternehmerin oder eine Erbin, Selbstständige, Freiberuflerinnen, Angestellte. „Letztendlich ein kompletter Querschnitt durch alle Gesellschaftsschichten – das ist das Schöne“, findet die Maklerin.

Bleiben Männer gänzlich außen vor? – „Durchaus nicht“, sagt sie. Mittlerweile sind rund 20 Prozent der Kundschaft Männer – Söhne und Schwiegersöhne, Ehepartner, Freunde der Kundinnen. „Manchmal schaut aber auch der eine oder andere einfach so herein, fragt, was wir anders machen. Und es gefällt ihm“, beschreibt die Maklerin den Werdegang. Gut aufgehoben fühlen sich nach ihren Worten diejenigen, die ein „deutliches offenes Gespräch schätzen, keine Verklausulierungen“. Teilweise kommen Männer auch, weil sie nachhaltig anlegen wollen – „es hat sich herumgesprochen, dass wir das gut können“.

Das Risiko wird eingekreist

Die Finanzkrise hat dem Unternehmen mit mittlerweile zwölf Mitarbeiterinnen in den letzten Jahren insgesamt „eher sogar noch Zulauf“ beschert, gerade weil viele Frauen verstehen möchten: Was passiert da überhaupt – und mit welche Konsequenzen für ihre Vorsorge? Wie kann man sich gut aufstellen, um da durchzukommen?

„Wenn Frauen sich mit dem Thema Geld beschäftigen – dann immer auch sehr sorgfältig mit dem Thema Risiko“, das ist über die Jahre eine grundsätzliche Beobachtung der Hamburger FrauenFinanzGruppe. „Und je mehr sie das tun, umso mehr schwinden auch Ängste. Und um so sinnvoller investieren sie“, sagt Finanzfachfrau Aulbach.

Auch in anderen Großstädten wie München oder Berlin gibt es nach ihrem Wissen spezialisierte Maklerinnen mit ähnlichem Ansatz. Man kennt und schätzt sich und sei froh darüber, dass inzwischen mehr Frauen in den Genuss einer auf sie ausgerichteten Vorsorgeberatung kommen. – Konkurrenzgefühle? – „Es gibt genug Frauen in Deutschland, die eher schlecht beraten sind oder gar nicht.“ – Genug Raum also, auch für neue Ideen.

Fotos: FrauenFinanzgruppe/Oliver Doll