Lebensversicherer: Nettorendite von 4,6 Prozent

Versicherungen Top News von Markus Rieksmeier



Spitzenreiter und Schlusslichter

Auf Platz zwei kommt die PB Leben mit 5,6 Prozent. Gefolgt von Basler (ex-Deutscher Ring) und Alte Leipziger, jeweils 5,4 Prozent. Elf Versicherer erzielten glatte fünf Prozent oder mehr. Auch die Allianz als Anbieter neuartiger Lebensversicherungen ohne Zinsgarantie kommt auf 5,0 Prozent Nettorendite. Die Ergo, welche ebenfalls eine Rente ohne Zinsgarantie auf den Markt brachte, kann 4,1 Prozent vorweisen.

Der Spitzenreiter des Vorjahres heißt Debeka mit 4,8 Prozent Nettorendite. Das Unternehmen hat diesen Wert auch für 2012 gehalten; dennoch ist der Koblenzer Beamtenversicherer in der aktuellen Liste nur auf Platz 24 gelandet. Auf den hinteren Rendite-Rängen landeten Cosmos (3,8 Prozent), Ergo Direkt und Dialog (je 3,7 Prozent), Delta Lloyd (3,6 Prozent) und Landeslebenshilfe (3,3Prozent).

Die Schlusslichter im Vergleich, die Heidelberger Leben (2,1 Prozent), Hamburger Leben (2,3 Prozent) und ihre „Schwester“ Delta Lloyd lassen sich mit den anderen Versicherern nicht direkt vergleichen; darauf weist auch Map-Fax hin: Diese Bestände befinden sich mehr oder weniger im Run-Off. Anderseits ist auch Protektor (ehem. Mannheimer Leben) ein reiner Run-Off Bestand ohne Neuzugang.

Auch vor dem Hintergrund eines bei einem Prozent Umlaufrendite pendelnden Marktes bei den festverzinslichen Wertpapieren haben die Versicherer Bewegungsspielraum: So könnten die Gesellschaften zum einen die Laufzeiten bei den Festverzinslichen etwas verlängern, zum anderen in Länder ähnlicher Bonität wie Deutschland investieren. In beiden Fällen könnten der Versicherer „damit einige Zehntel mehr kassieren“; sagt Poweleit.

Kritisch sieht Poweleit, dass einige Versicherer „relative Hochprozenter“ auflösen müssten, um „Scheinreserven“ (stille Reserven) an die Kunden auszuschütten.

Foto: © beermedia - Fotolia.com

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