Gericht stoppt Tchibo

Versicherungen von Markus Rieksmeier

In einer Eilklage hat das Landgericht Düsseldorf entschieden: Tchibo muss seine Werbung ändern. Das Gericht sieht Hinweise auf wettbewerbswidrige Werbung.

Ein konkurrierendes Zahnlabor, die Mühlheimer Audentic AG, ist erfolgreich gegen das Zahnersatz-Angebot von Tchibo und Partner Novadent vorgegangen. Tchibo bietet zurzeit seine „ZahnersatzCard“ an: Für 24 Euro können sich Zahnersatz-Patienten auf ihre Dritten einen Rabatt von angeblich bis zu 50 Prozent sichern. Der Zahnersatz wird auf den Philippinen gefertigt.

Gegen die werbliche Darstellung des Tchibo-Angebotes hat nun Konkurrent Audentic geklagt. Vor allem bei der Darstellung zur Kostenersparnis des Kunden habe Tchibo „Mondpreise“ angesetzt, mit der Folge eines optisch günstigeren Rabattes. Tatsächlich habe Tchibo-Partner Novadent noch vor zwei Jahren erheblich niedrigere Preise verlangt. Auch seien die aktuellen Preise noch oberhalb der handelsüblichen Marktpreise für so genannten Auslands-Zahnersatz. Die Aussage von Tchibo, jeder Kunde könne sich sein Zahnlabor selbst aussuchen, wird als irreführend angesehen.

Tchibo wird nun, wie ein Sprecher bestätigte, seine Werbeunterlagen überarbeiten und den Vertrieb der „ZahnCard“ fortsetzen.

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