BU: Hoher Bedarf, hohe Qualität, zu wenig Verträge

Versicherungen Thema Biometrie von Michael Franke


Basis-BU
Auch eine BU mit abstrakter Verweisung ist immer noch eine BU. Wenn das Budget für eine Top-BU nicht reicht, ist die Basis-BU die erste Alternative.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU)
Ist auch die Basis-BU nicht erreichbar, kann die EU eine gute Alternative sein. Wie die BU schließt die EU keine Krankheitsbilder aus. Selbst psychische Beeinträchtigungen sind also mitversichert. Da die EU auf keinen speziellen Beruf abstellt, ist sie für Risikoberufe günstiger. Dafür greift der Schutz erst, wenn der Kunde überhaupt keinen Beruf mehr als drei Stunden täglich ausüben kann. 

Grundfähigkeitsversicherung (GF)
Die GF deckt den Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Sprechen, Hören und körperlichen Grundfähigkeiten ab. Das Leistungsspektrum wurde in den letzten Jahren deutlich erweitert. Die Unterschiede zwischen den Produkten sind wesentlich größer als bei BU oder EU-Verträgen. Die Absicherung von Grundfähigkeiten wird neben den Solo-Tarifen inzwischen auch im Rahmen von Multi-Risk-Tarifen auf Basis von Unfall- oder Lebensversicherungen angeboten.

Unfallversicherung (UV)
Die UV sollte in der Rangfolge der Alternativen ganz unten stehen. Krankheiten, die rund 90 Prozent der BU-Ursachen ausmachen, sind hier nicht versichert.

Qualität und Quote
Neben der Qualität muss auch eine möglichst hohe Quote (Anteil der Erwerbstätigen mit Absicherung) ein zentrales Ziel sein. Doch dafür müssen die Optionen bekannt sein. Um das zu erreichen, darf die Diskussion in der Arbeitskraftsicherung sich nicht mehr ausschließlich um die BU drehen.

Autor des Beitrages ist Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg, Hannover.