bAV-Quote verharrt bei 60 Prozent

Versicherungen von Christian Hilmes

17,8 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland hatten Ende 2013 eine Anwartschaft auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Aber der Verbreitungsgrad stagniert. Jetzt werden politische Forderungen laut.

Dem heute veröffentlichten Forschungsbericht „Trägerbefragung zur betrieblichen Altersversorgung 2013“ zufolge ist die Zahl der aktiven bAV-Anwartschaften seit den Reformen im Jahr 2001 deutlich von rund 14,6 auf rund 20,1 Millionen Ende 2013 gestiegen.

Allein seit 2011 stieg diese Zahl um über eine halbe Million, ergab die von TNS Infratest durchgeführte Befragung der bAV-Träger in den Jahren 2012 und 2013. Auftraggeber war das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Starker Zuwachs bei Pensionskassen
Der Zuwachs entfällt überwiegend auf Arbeitgeber der Privatwirtschaft. Sie setzten vor allem auf Pensionskassen. Die Zahl der entsprechenden aktiven Anwartschaften stiegen zwischen 2001 und 2013 um 3,4 Millionen auf 4,8 Millionen.

Direktversicherungen sind mit 4,9 Millionen bestehenden Verträgen aber der am häufigsten genutzte Durchführungsweg. Sie liegen auch vor dem Aufkommen von Anwartschaften per Direktzusage und Unterstützungskassen mit zusammen 4,6 Millionen. Bei den Pensionsfonds bestehen 448.000 aktive Anwartschaften.

Betriebsrenten wachsen mit Beschäftigung 
Nach Angaben des BMAS steigt die bAV-Verbreitung zwar mit dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Doch: „Sie muss noch weiter gestärkt werden.“ Auch für Mitarbeiter von Klein- und Mittelbetrieben solle die bAV selbstverständlich werden. 

Die Bundesregierung wird nach Ministeriumsangaben noch in diesem Jahr Vorschläge vorstellen, wie Hemmnisse für eine stärkere bAV-Verbreitung beseitigt werden können. Eine verpflichtende Betriebsrente nach skandinavischem oder Schweizer Vorbild ist aber nicht im Gespräch. 

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Foto: Dr. Peter Schwark, © GDV  

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