Altersvorsorge mit Lücken

Versicherungen von Carla Fritz



Betriebsrenten vor allem im oberen Einkommensbereich

Von den heute Beschäftigten zwischen 20 und 65 Jahren sorgen den Informationen zufolge derzeit 71 Prozent betrieblich oder mit Riester vor oder auf beiden Wegen. 36 Prozent erwerben demnach Ansprüche aus Betriebsrenten, 15 Prozent legen ihr Spargeld in Riesterverträgen an und weitere 20 Prozent tun beides.

Besonders stark verbreitet ist die betriebliche Altersvorsorge den Angaben zufolge bei Gutverdienern und Vollzeitbeschäftigten. In den Einkommensklassen ab 4.500 Euro haben fast 80 Prozent Betriebsrentenansprüche. In der untersten Einkommensklasse unter 1.500 Euro ist es ein knappes Drittel (30 Prozent). Riester-Rentenansprüche haben rund 35 Prozent der Gutverdiener und rund 40 Prozent derjenigen im unteren Einkommensbereich. Inwieweit das dann tatsächlich für Bezieher unterer Einkommen reicht, um im Alter vollständig aus eigenen Bezügen einigermaßen über die Runden zu kommen, wäre dabei immer noch die Frage.

Zusätzliche Eigenvorsorge fürs Alter anders und mehr fördern, transparenter, besser oder gar zur Pflicht machen. Daran arbeiten sich derzeit im Vorfeld der Bundestagswahlen Politik, Wissenschaft, Verbände und Lobbyisten jeder Couleur mit Forderungen und Absichtserklärungen ab. Unterm Strich läuft vieles, was vorgebracht und vorgeschlagen wird, auf die Quadratur des Kreises hinaus. Vielleicht käme ja ein runder Tisch zur Altersvorsorge einer Lösung näher.

Foto: © FM2 - Fotolia.com