Provisionen unbekannt

Berater von Gloria Ballhause

Finanzvermittler müssen ihren Kunden die Höhe ihrer Provisionen offenlegen. Eine Studie ergab, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen die Höhe der Provisionen ihrer Bank oder ihres Finanzberaters unbekannt ist.

Banken und Finanzberater müssen laut Gesetz ihren Kunden offenlegen, wie viel sie bei der Vermittlung von Finanzprodukten, zum Beispiel Investmentfonds und Wertpapiere, verdienen. Laut einer repräsentativen Studie des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag von moneymeets.com, tappen viele Deutsche aber immer noch im Dunkeln. Für die Studie befragt wurden insgesamt 1.000 Deutsche im März 2013.

In den neuen Bundesländern ist das Informationsdefizit deutlich höher (76 Prozent) als in den alten Bundesländern (67,3 Prozent). Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während 62,9 Prozent der Männer keine Ahnung von der Provisionshöhe haben, sind es bei den Frauen sogar 75 Prozent. Drastisch sind die Werte bei den jüngeren Altersgruppen: 80,9 Prozent der 18- und 19-Jährigen sowie 77,4 Prozent der 20- bis 29-Jährigen sind absolut ahnungslos, welche Provisionen und Vergütungen rund um ihre Anlagen fließen. Immerhin hat knapp ein Viertel der Deutschen (23,8 Prozent) eine grobe Ahnung, wie hoch die Zahlungen sein könnten. Nur 6 Prozent der Deutschen gibt dagegen an, genau über die Höhe der Provisionen für die Vermittlung und Betreuung ihrer Finanzprodukte Bescheid zu wissen.

Besonders gut informiert sind erwartungsgemäß die erfahrenen Jahrgänge, angeführt von den 60- bis 69-Jährigen (8,8 Prozent), gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (8,0 Prozent) und den
50- bis 59-Jährigen (7,3 Prozent).

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