EU-Ausschuss lehnt Provisionsverbot ab

Berater von Gloria Ballhause

Die EU-Parlamentarier verhandeln derzeit über die Zukunft des Provisionsmodells. Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat sich nun gegen ein Provisionsverbot ausgesprochen.

Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat sich gegen ein Provisionsverbot bei der unabhängigen Vermittlung von Versicherungsprodukten ausgesprochen. Das geht aus einer aktuellen Stellungnahme des EU-Gremiums zur EU-Vermittlerrichtlinie IMD2 (Insurance Mediation Directive 2) hervor.

Geht es nach den Vorschlägen der Parlamentarier, so soll auch die strikte Offenlegung der Provisionen gekippt werden. Stattdessen schlägt der Ausschuss vor, dass Provisionen nur auf Nachfrage des Kunden offengelegt werden sollen.

In einer ersten Reaktion zeigte sich der Bund der Versicherten über die Stellungnahme enttäuscht. Diese stelle aus Sicht des BdV eine deutliche Verschlechterung des Vorschlages für eine Versicherungsvermittler-Richtlinie dar, teilte die Verbraucherschutzorganisation mit. 

Die Vermittlerrichtlinie IMD2 passiert derzeit verschiedene Stationen des EU-Parlaments. Eine Entscheidung vonseiten des Parlaments über IMD2 wird im September 2013 erwartet.

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