Bundesversicherungsamt ermittelt gegen DAK

Versicherungen von Konrad Neumann

Das Bundesversicherungsamt hat Ermittlungen gegen die DAK eingeleitet. Nach Informationen des NDR erhalten Vertreter der HanseMerkur überhöhte Prämien für die Werbung von Neumitgliedern in die DAK. Diese hat die Berichte sofort dementiert.

Medienberichten zufolge hat das Bundesversicherungsamt (BVA) Ermittlungen gegen Deutschlands drittgrößte Krankenkasse, die DAK, eingeleitet. Der DAK wird vorgeworfen, überhöhte Prämien an Versicherungsvertreter der HanseMerkur-Gruppe gezahlt zu haben.

Laut Aussagen des BVA gegenüber dem NDR seien damit Wettbewerbsgrundsätze umgangen worden. Der Prämienhöchstsatz für gesetzliche Krankenkassen liegt bei 80 Euro, die DAK soll jedoch bis zu 150 Euro für den erfolgreichen Wechsel in die DAK gezahlt haben. Wer besonders erfolgreich Kunden vom Wechsel überzeugt, soll sogar ein Jahr lang kostenlos einen Kleinwagen nutzen dürfen.

Die DAK dementierte den NDR-Bericht sofort, mit dem Hinweis, dass für eine Neuaufnahme durch Vertriebsmitarbeiter lediglich 60 Euro gezahlt werden. Der gesetzliche Rahmen erlaube sogar eine Vergütung bis 80 Euro. Damit schöpfe die DAK diesen Betrag nicht aus.

Gegenüber Spiegel Online sagte ein DAK-Sprecher, dass das Verfahren des BVA ein ganz normaler Vorgang sei und die DAK alle Unterlagen offenlegen werde. Die DAK gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit erledigt sei.

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