YouGov-Studie: Kaum Bedarf an bKV

Versicherungen von Oranus Mahmoodi

Nur 13 Prozent der Unternehmer bieten ihren Angestellten eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) an. Trotz der zunehmenden Bedeutung planen nur 5 Prozent der Betriebe eine Einführung einer bKV.

60 Prozent aller befragten Unternehmer mit bis zu 100 Mitarbeitern ist die betriebliche Krankenversicherung zwar ein Begriff. Aber nur 13 Prozent der Chefs der kleinen und mittelständischen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern eine bKV an. Das ergab der „Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2012“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Angebote für bKV gibt es reichlich am Markt.

Offensichtlicher ist das Thema betriebliche Altersvorsorge in der öffentlichen Diskussion. Aber die bKV gewinnt an Bedeutung. Viele Arbeitgeber finanzieren zumindest durch Krankenzusatzversicherungen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Im Gruppentarif ist eine Krankenzusatzversicherung günstiger, daher bekommen in der Regel alle Mitarbeiter diesen Bonus.

Obwohl eine bKV von Arbeitnehmern als attraktive Leistung angesehen wird, die auch das Prestige des Unternehmens stärkt, wollen nur 5 Prozent der Unternehmen dieses Instrument einsetzen. Die befragten Unternehmen schätzen sogar zu 37 Prozent, dass sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht. Zudem ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels eine gute Reputation für ein Unternehmen von großer Bedeutung.

Die YouGov Studie ergab auch, dass die Beurteilung der Vermittler seitens der Gewerbekunden besser geworden ist. Zwar steht der Ausschließlichkeitsvertrieb an erster Stelle als Vertriebskanal (49 Prozent), aber der Makler holt auf. Der Makler als Vertriebskanal erreicht mit 46 Prozent den höchsten Wert seit 2004.


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