S&K: Was droht Vermittlern?

Top News Berater von Robert Krüger-Kassissa

Der Gesichtsausdruck dürfte derzeit ein anderer sein. S&K war erfolgreich, zumindest mit dem Abverkauf ihrer Produkte. Was Vermittler nach der Razzia und den Festnahmen von Schäfer und Köller nun beachten müssen.

Das nach eigenen Aussagen sehr erfolgreiche Immobilienunternehmen von Stephan Schäfer und Jonas Köller war bereits im vergangenen Jahr auf Einkaufstour und hat sich unter anderem an ASG24 und wifo beteiligt. Nicht nur den Vermittlern, die direkt S&K-Produkte verkauften, diesen aber ganz besonders, droht Ungemach. „Dass viele Vermittler von ihren Kunden auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden, ist leider sehr wahrscheinlich“, sagt der auf Anlageberatung und -vermittlung spezialisierte Rechtsanwalt Jens Reichow aus Hamburg.
Im Zuge einer guten Produktprüfung und der sorgfältigen Produktauswahl hätten die Berater vermutlich auch kritische Presseberichte wie die von procontra berücksichtigen müssen.

Es ist zu befürchten, so Rechtsanwalt Reichow, dass die eingezahlten Kundengelder nicht werthaltig investiert wurden. Dies hätte zur Folge, dass die Kapitalanlage für den Kunden nahezu wertlos ist. Droht dem Anleger der Totalverlust, wird ein solcher Schaden häufig gegenüber dem Vermittler geltend gemacht. Dies regelmäßig mit der Behauptung, der Vermittler hätte im Prospekt doch erkennen können müssen, dass es sich nicht um eine sichere Kapitalanlage handelte. Rechtsanwalt Reichow der Kanzlei Michaelis vertritt ausschließlich Vermittler und wurde bereits gegenüber der Firma S&K mandatiert. Wenn Schadenersatzansprüche gegenüber einem Vermittler erhoben werden, sollte dieser sich gleich an einen qualifizierten und berufserfahrenen Rechtsanwalt wenden. Für einen Vermittler ist es auch ratsam, dass dieser seinen Kunden dabei unterstützt, Rückzahlungsansprüche gegenüber S&K zu prüfen und durchzusetzen, empfiehlt Reichow.

Foto: S&K Gruppe