Unwetter verdoppeln Pkw-Schäden

Panorama von Oranus Mahmoodi

Die Unwetter nehmen zu. Dementsprechend hat sich die Zahl der Pkw-Schäden wegen Unwetter in 2012 verdoppelt. Sturmtief Frank verursachte die heftigsten Schäden. Hagel und Blitzschäden haben auch zugenommen.

Die Schadenbilanz vom vergangenen Jahr: Die Unwetterschäden an Autos haben sich mehr als verdoppelt.  344.000 Sturm-, Hagel- und Blitzschäden wurden gemeldet. Die Kaskoversicherer zahlten etwa 690 Millionen Euro an ihre Kunden. Nach 2008 ist das die höchste Entschädigungsleistung der letzten 10 Jahre. Das gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute in Berlin bekannt. Das Sturmtief namens Frank habe den größten Schaden angerichtet: Die Schäden wurden am 11. September 2011 im Zulassungsbezirk Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt auf 170 Millionen Euro beziffert.

Etwa jedes dritte dort kaskoversicherte Fahrzeug war betroffen. Auch Last und Lieferwägen haben ihren Schaden abbekommen: Ungefähr 37.000 Sturm-, Hagel- und Blitzschäden wurden an Last- und Lieferwagen gemeldet. Für alle Schäden, ob an Pkw oder Laster, zahlten die deutschen Kraftfahrtversicherer rund 790 Millionen Euro an ihre Kunden. Der häufigste Schaden war die zerbrochene Scheibe. Für Glasbruch zahlten die Versicherer 1,2 Milliarden Euro. Sturm-, Hagel- und Blitzschäden stehen auf den 2. Platz vor. Die Zahl der Wildschäden ist in 2011 um 3 Prozent zurückgegangen und liegt damit auf Platz 3. Die Leistungen umfassen aber immer noch über 500 Millionen Euro. Auf Platz 4 und 5 folgen Schäden durch Marderbisse und durch Diebstahl, etwa von Radio- und Navigationsgeräten.


Foto: © Bergringfoto - Fotolia.com