Rentenberater betreiben Panikmache

Versicherungen von Oranus Mahmoodi

Viele Rentenbeiträge seien falsch, heißt es beim Bundesverband der Rentenberater. Diese pauschale Aussage sei nicht nachvollziehbar, sagt Dirk von der Heide vom DRV Bund.

Nach den Erfahrungen des Bundesverbandes der Rentenberater seien viele Rentenbescheide falsch. Der Berufsverband weist darauf hin, dass sich Rentner noch bis zum 31.12. höhere Nachzahlungen sichern könnten. Sonst würden den Rentnern jährlich einige hundert Euro entgehen. Sollte ein Antrag auf Überprüfung des Rentenbescheids beim zuständigen Träger noch bis zu diesem Datum eingehen, werde alles rückwirkend ab dem 1.1.2008 neu berechnet. Fünf Jahre werde nachgezahlt, informiert der Bundesverband der Rentenberater. Und warnt: Sollte der Antrag zu spät eingehen, verliere der Betroffene ein ganzes Jahr.

„Die pauschale Aussage des Bundesverbandes der Rentenberater, viele Rentenbescheide der Rentenversicherung seien falsch, ist nicht nachzuvollziehen“, sagt Dirk von der Heide, Sprecher beim Deutschen Rentenversicherungs Bund, gegenüber procontra-online. Dies belegten beispielsweise die Widerspruchsstatistiken der Deutschen Rentenversicherung: Im Jahr 2011 wurden 1,5 Millionen Rentenbescheide erlassen. Bei rund 13 Prozent dieser Bescheide wurde ein Widerspruchsverfahren durchgeführt. Aber lediglich ein Prozent dieser Widerspruchsverfahren wurde mit einem für die Versicherten positiven Widerspruchsbescheid abgeschlossen, heißt es beim DRV Bund.

„Mit der regelmäßig wiederholten Aussage über die angeblich hohe Fehlerquote bei Bescheiden der Rentenversicherung verfolgt der Bundesverband der Rentenberater nicht zuletzt die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder, deren Rentenberatung kostenpflichtig ist“, meint der Sprecher des DRV Bundes.

Foto: © Janina Dierks - Fotolia.com

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare