Honorarberatergesetz rückt näher

Berater von Gloria Ballhause

Das Honorarberatergesetz nimmt offizielle Züge an. Am Montag legte das Bundesministerium für Finanzen (BMF) einen ersten Referentenentwurf zur Anlageberatung auf Honorarbasis vor.

Der 21-seitige Referentenentwurf ging Anfang der Woche an den Verbund deutscher Honorarberater (VDH). Dem VDH zufolge enthält der Entwurf bereits bekannte Punkte: So soll die Berufsbezeichnung „Honorar-Anlageberater“ gesetzlich geschützt werden und ein striktes Zuwendungsverbot gelten. Zusätzlich plane die Regierung ein Register für Honorar-Anlageberater. Die Berater sollen sich ebenfalls dazu verpflichten, Provisionen vollständig durchzureichen. Mischmodelle schließe der Entwurf aus. Institute wie Banken und Haftungsdächer sollen laut Entwurf die provisionsbasierte Beratung von der Honorarberatung organisatorisch und personell trennen.

Der VDH zeigt sich enttäuscht, dass der Referentenentwurf den Bereich Versicherungen ausklammert. „Aus unserer Sicht wäre eine Einbeziehung jedoch sinnvoll und vergleichsweise unkompliziert umzusetzen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung des VDH. Der Entwurf biete entsprechende Ansätze, auch in diesem Segment eine Regulierung und gesetzliche Verankerung der Honorarberatung einzuführen, schreibt der VDH. 
Bis zum 22. November sollen alle beteiligten Verbände Stellungnahmen zum Referentenentwurf abgeben. Laut VDH plant die Regierung noch in dieser Legislaturperiode die rechtliche Umsetzung des Entwurfs. 

Foto: © Lucian Milasan - Fotolia.com

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