W & W: Sparen trotz Konzerngewinn

Versicherungen von Gloria Ballhause

Der Konzern Wüstenrot & Württembergische verordnet sich ein Sparprogramm. Dabei stieg der Gewinn des Stuttgarter Versicherungs- und Bauparunternehmens im ersten Halbjahr um 40 Prozent. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem niedrigen Zinsniveau und unsicheren Märkten.

Der Konzernüberschuss von Wüstenrot & Württembergische (W & W) stieg im ersten Halbjahr auf 131 Millionen Euro. Das ist gemessen an den erwirtschaften 92 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 40 Prozent. So erhöhte sich etwa bei der Wüstenrot Bausparkasse die Bausparsumme im Brutto-Neugeschäft um 5,8 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Bei der Versicherungssparte wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge ebenso. Das Geschäft mit Personenversicherungen stieg um fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Schaden- und Unfallversicherung erzielte mit 938 Millionen Euro einen Zuwachs von 7 Prozent. Rückläufig war dagegen das Baufinanzierungsgeschäft. Mit 2,7 Milliarden Euro blieb das erreichte Volumen deutlich unter den 3,1 Milliarden Euro des Vorjahres.

Insgesamt sehe sich der Konzern auf Kurs. Die angestrebten 250 Millionen Euro Gewinn für dieses Jahr seien erreichbar. Dennoch will W & W den Gürtel nun enger schnallen. Mit dem angekündigten Sparprogramm "W & W 2015" reagiere man auf das niedrige Zinsniveau und steigende regulatorische Anforderungen, heißt es auf Seiten der Stuttgarter. Ab Anfang 2013 sollen die Kosten gesenkt werden. Dazu wolle W & W eigene Ressourcen besser nutzen und die Kapitalbestände optimieren. Mit einem sofortigen Einstellungsstopp wolle der Konzern zusätzlich Kosten einsparen. Aufträge an externe Dienstleister sollen zudem restriktiver vergeben werden.

Fotocredit:Wüsentrot & Württembergische