Selbständige: Ministerin legt obligatorische Rente auf Eis

Versicherungen von Oranus Mahmoodi

Ursula von der Leyen hat ihre Pläne für die Reform auf Eis gelegt: Selbstständigen in Deutschland bleibt der Zwang zur Alterssicherung erspart. Die Arbeitsministerin zögert die geplante Einführung der Pflichtrente heraus - ob sie überhaupt kommt, weiß keiner. Die Ministerin wolle zunächst die Machbarkeitsstudie abwarten, heißt es aus dem Bundesministerium.

Die obligatorische Alterssicherung für Selbständige kommt zunächst nicht. Die Idee der Reform gründet auf der Angst, die vielen Freien könnten künftig in die Altersarmut abrutschen. Schon jetzt können viele Selbstständige ihr Leben nur mit knappen Mitteln finanzieren. Eine gesetzlich verordnete Alterssicherung sollte dagegen helfen. Ein Ministeriumssprecher sagte gegenüber der Financial Times Deutschland, man wolle erst eine für September angekündigte Machbarkeitsstudie abwarten.

Die Ministerin hatte ihre Pläne schon im Frühjahr präsentiert. Inzwischen gibt es rechtliche Probleme mit dem Regelwerk. Die Regierung muss zunächst klären, welcher Selbständig schon eine Altersversorgung hat. Zudem muss geklärt werden, was unter die Altersvorsorge fällt. Geeinigt hat man sich darauf, dass Immobilien und Lebensversicherungen anerkannt werden. Derweil wächst die Zahl der Selbstständigen. Ihre Zahl hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre beinahe verdoppelt. Publizisten, Hebammen und Handwerker, Ärzte, Architekten und Steuerberater sind nicht betroffen.


Fotocredit: www.ursula-von-der-leyen.de/CDU