Allianz will Digital-Akte

Versicherungen von G.B.

Die Allianz startet eine Digitalisierungsoffensive. Mit dem „elektronischen Versicherungsordner“ will der Branchenprimus die Kundenbetreuung verbessern. Im Interview mit der „Financial Times Deutschland“ sagt Allianz-Chef Markus Rieß das Ende von Papierordnern voraus.

Bankkunden können in den meisten Fällen online ihre Kundendaten und Korrespondenzen mit dem jeweiligen Bankhaus einsehen. Die Versicherungsbranche will nun nachziehen. Marktführer Allianz plant die Digitalisierung der Kundendaten in der Kundenbetreuung. Das kündigte Markus Rieß, Chef von Allianz-Deutschland, in einem Gespräch mit der „Financial Times Deutschland“ an. „Im Prinzip brauchen unsere Kunden ihre Ordner mit Papieren dann nicht mehr“, sagte Rieß gegenüber der Zeitung. Die elektronischen Ordner sollen sowohl die geschlossenen Verträge als auch jegliche Korrespondenz zwischen Versicherer und Kunden enthalten. Diese sollen dann jederzeit vom Kunden abrufbar sein.
Die Allianz will aber noch mehr bieten: Laut Bericht können die Kunden nicht nur die Allianzakten in den Ordner einstellen. Auch Unterlagen anderer Versicherer sollen vom Kunden selbst in einem digitalen Archiv abgespeichert werden können. Wann das Projekt ins Netz gehen soll, ließ Rieß jedoch offen. Die Entwicklung der Onlinewirtschaft sei in der Assekuranz langsamer. „Als Marktführer müssen wir ganz vor sein“, erklärte Rieß.  

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