Commerz Real: Immobilienfonds vor dem Aus

Sachwerte von G.B.

Einem weiteren Immobilienfonds droht das Aus: Laut Medienberichten steht der geschlossene Immobilienfonds CFB 130 der Commerzbank-Tochter Commerz Real vor der Insolvenz. Anlegern droht nicht nur der Totalverlust.

Ausgerechnet die Deutsche Börse versetzte dem geschlossenen Immobilienfonds den Todesstoß. Seitdem die Börse im vergangenen Jahr aus der Fondsimmobilie auszog, steht diese leer. Ein Nachmieter ist nicht in Sicht. Dem Fonds droht damit die Insolvenz, bestätigte ein Sprecher am Dienstag die brodelnden Gerüchte. Am kommenden  Donnerstag, den 19. Juli, will das Fondsmanagement in einer Vollversammlung ein Lösungskonzept für den Fonds vorstellen. Denn geht der Fonds insolvent, müssen die Anleger nicht nur ihre Investitionen abschreiben. Möglich ist auch, dass sie alle gezahlten Ausschüttungen aus den Jahren 2001 bis 2007 zurückzahlen müssen. Nach Medienangaben will das Unternehmen die Insolvenz durch den Verkauf der Immobilie abwenden. Dadurch würden Anleger nicht mehr für die gezahlten Ausschüttungen haften.

Die Börse war Hauptmieter der Fondsimmobilie des CFB 130. Vergangenes Jahr lief der zehnjährige Mietvertrag mit der Deutschen Börse ab. Mit dem Auszug der Wertpapierhändler verlor die Immobilie massiv an Wert. 192 Millionen Euro wurden für die Finanzierung der Immobilie eingesetzt. Nach Experteneinschätzung habe die Immobilie derzeit aber nur noch einen Wert von rund 45 Millionen Euro. Zudem laste auf dem Fonds ein Bankdarlehen in der Höhe von rund 83 Millionen Euro, dass zur einstigen Finanzierung der Immobilie aufgenommen wurde.

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