Verluste wegen Foderung der Krankenkassen

Versicherungen Panorama von Oranus Mahmoodi

Am Mittwoch treffen sich die Aktionäre des Rhön-Klinikum in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main. Der Klinikbetreiber steht vor der geplanten Übernahme durch den Fresenius. Der Gesundheitskonzern will die Rhön Kliniken für etwa drei Milliarden Euro kaufen. Trotz der gesteigerten Patientenzahlen ist der Konzerngewinn leicht rückläufig. Maßgebliche Ursache für den Rückgang seien die Forderungen der Krankenkassen zum Vergütungsabschlag auf die zu vereinbarenden Mehrmengen sowie die Abschläge von 65 Prozent für darüber hinausgehende Mehrleistungen.

Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum lädt ein letztes Mal die Aktionäre zur Hauptversammlung. Rhön-Gründer und Aufsichtsratschef Eugen Münch bereitet seine Aktionäre auf die geplante Übernahme durch den Gesundheitskonzern Fresenius vor. Fresenius wird Rhön für etwa drei Milliarden Euro kaufen und damit bauen das Krankenhausgeschäft der Tochter Helios ausbauen. Durch die Übernahme entsteht ein Verbund mit rund sechs Milliarden Euro Umsatz. Fresenius hat bereits seinen Ausblick für das Geschäftsjahr erhöht.

„Die Rhön-Klinikum AG hat im vergangenen Jahr wieder einmal Rekorde gebrochen und ihren Wachstumskurs bestätigt. Dieses Ergebnis wurde trotz der Anfang 2011 in Kraft gesetzten Sparmaßnahmen bei den Gesundheitsausgaben erreicht und bestätigt den Wachstumskurs des Unternehmens“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Rhön-Klinikum, Wolfgang Pföhler, am Mittwoch bei der Hauptversammlung.

Der eingeschlagene Weg vom klassischen Klinikbetreiber hin zum integrierten Gesundheitsdienstleister erweise sich als Wachstumspfad. Im ersten Quartal 2012 habe sich der positive Wachstumstrend fortgesetzt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 682,3 Millionen Euro, was einer Steigerung um 5,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2011 entspricht. Trotz der gesteigerten Patientenzahlen ist der Konzerngewinn leicht rückläufig bei 34,1 Millionen Euro.

Maßgebliche Ursache für den leichten Rückgang seien die Forderungen der Krankenkassen zum Vergütungsabschlag auf die zu vereinbarenden Mehrmengen sowie die Abschläge von 65 Prozent für darüber hinausgehende Mehrleistungen. Neben der Mehrleistungsproblematik belasten Mehrkosten im Personalbereich und Zahlungsverzögerungen der medizinischen Fakultäten des Universitätsklinikums Gießen und Marburg das Quartalsergebnis.

Fotocredit: RHÖN-KLINIKUM AG

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