Schau‘n mer mal

Berater Sachwerte von Marc Oehme


Es folgte im Herbst 2001 der erste und letzte Fußballfonds der Mannheimer Firma Sport-Concept. Ziel des Sport-Concept 1. Fußballfonds war es, von den nicht ganz so betuchten Fußballvereinen die Transferrechte an jungen Spielern „am Anfang der Verwertungskette“ abzukaufen und die bei einem späteren Transfer anfallende Ablösesumme einzustreichen. Hierzu engagierte der Initiator bekannte Namen: Ex-Profi Olaf Janßen war da im Management zu sehen, und für den sogenannten Anlageausschuss konnten namhafte Repräsentanten wie Rainer Bonhof, Guido Buchwald und Wolfgang Overath gewonnen werden. Direkt mit dem Vertriebsstart wurden innerhalb von zwei Monaten bei 67 Anlegern 400.000 Euro eingesammelt. Dann war Schluss: Aufgrund der Pleite des Medienmoguls Leo Kirch und der daraus resultierenden Unruhe konnte der Vertrieb keine potenziellen Anleger mehr von dem Konzept überzeugen. Zudem pochten die Herren im Anlageausschuss auf ihre Vergütung von gemutmaßten 180.000 Euro pro Jahr. Ergebnis: Das Ziel, fünf Millionen Euro Eigenkapital einzusammeln, wurde verfehlt, die Kassen waren leer und der Fonds wurde liquidiert.



Fazit
Die aktuellen FTR-Fonds unterscheiden sich laut den Schweriner Anbietern schon aufgrund der völlig anderen Management- und Kostenstruktur mit erfolgsabhängiger Honorierung von den Konstrukten der Vergangenheit. Nichtsdestotrotz müssen die Experten des FTR-Fonds ein gutes Auge beweisen, um junge, überdurchschnittlich begabte Fußballer zu finden, die dem Fonds entsprechende Gewinne bescheren. Vertrieb und Anleger müssen mit Erfolgen überzeugt werden, damit dieses Segment auch über die EM-Euphorie hinweg eine entsprechende Nachfrage erfährt. 

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