Fußballfieber: Profis sind versichert, Amateure eher selten

Versicherungen Berater von procontra

Seit einigen Tagen rollt der Fußball wieder: Ganz Deutschland verfolgt gespannt die Spiele der Nationalelf bei der Europameisterschaft. Viele Bundesbürger fiebern bei diesen Großereignissen nicht nur mit, sie eifern den Profis auch nach. 50 Prozent der Deutschen treiben regelmäßig Sport. Viele Amateursportler sind nicht hinreichend abgesichert - selbst wenn sie im Verein aktiv sind.

Allein der Deutsche Olympische Sportbund zählt rund 27,6 Millionen Mitglieder. Darüber hinaus gibt es Millionen Sportler, die nicht in Vereinen organisiert sind. Laut dem Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) trainieren rund 6,3 Millionen in Fitnessstudios. 50 Prozent der Deutschen sind sportlich regelmäßig aktiv. Bei so viel Sportsgeist bleiben Verletzungen nicht aus: Alle 20 Sekunden kommt es zu einem Sportunfall. Im Gegensatz zu den Profis sind viele Amateursportler nicht hinreichend abgesichert - selbst wenn sie im Verein aktiv sind.

Jedes Jahr werden zwischen 1,5 und 2 Millionen Sportunfälle gemeldet – etwa einer alle 20 Sekunden. Die unmittelbaren Folgen eines Unfalls übernimmt zwar die Krankenkasse. Verdienstausfälle sind jedoch gar nicht, Rehabilitationskosten nur teilweise im Krankenschutz nicht enthalten. Das Verbraucherportal toptarif.de rät Freizeitsportlern zur privaten Zusatzversicherung. „Zwar sind Vereinssportler in der Regel über sogenannte Gruppen- beziehungsweise Sportversicherungen ihres Vereines abgesichert“, betont Janine Pentzold von toptarif.de. „Jedoch sind die Leistungen, die hier bei einem Unfall zur Auszahlung kommen, meist viel zu gering und fallen von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich aus. Eine zusätzliche private Absicherung ist auch für Vereinssportler unerlässlich“, meint Pentzold. Denn langfristige Folgen von Sportunfällen wie die Zahlung von Renten oder Invaliditätssummen werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Wer also beispielsweise durch einen Sportunfall berufsunfähig wird, erhält von den Kassen keine finanzielle Unterstützung. Eine zusätzliche private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Rente, wenn der Beruf infolge einer Sportverletzung nicht mehr ausgeübt werden kann.

Aber nicht alle können auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Bestimmte Vorerkrankungen führen in Regel zur Ablehnung vom Versicherer. Dann hilft nur noch die private Unfallversicherung. Diese gilt in der Regel weltweit und zahlt, wenn ein bleibender Schaden entstanden ist. Sie sichert den Kapitalbedarf, der durch Lohnausfall und Umbaumaßnahmen entstehen könnte. Eine sinnvolle Ergänzung ist immer die Auslandsreisekrankenversicherung. Diese übernimmt in der Regel die Arzt- und Behandlungskosten im Ausland sowie die Kosten für den Rücktransport aus dem Ausland, wenn er medizinisch erforderlich ist.

 

Fotocredit: Jeanette Dietl - Fotolia.com

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