"Waffengleichheit" für Makler

Versicherungen von G.B.

Versicherungsmakler könnten aus Sicht des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) mit dem Ende des Provisionsabgabeverbots leben. Der Verband warnt jedoch vor einem ersatzlosen Wegfall des Abgabeverbots. „Für den Vermittler muss die Möglichkeit bestehen, eine Courtage bzw. Provision, ein echtes Honorar oder Kombination aus beidem zu nehmen“, schreibt der VDVM in einer Stellungnahme. Der Verband plädiert für eine “Waffengleichheit“ zwischen Kunden und Makler.

Der Versicherungsmakler müsse die Möglichkeit haben, eine Courtage, eine Provision, ein echtes Honorar zu beanspruchen, fordert der VDVM. Eine “Waffengleichheit“ zwischen Kunden und Makler sollte angestrebt werden.  Derzeit würden Versicherungsabschlüsse mit hohen Provisionszahlungen die geringere Vergütung der Makler bei anderen Versicherungsarten ausgleichen. Sollte das Abgabeverbot fallen, könnten Kunden einen Teil der  gezahlten Provisionen einfordern. Die Quersubventionierung sei dann gefährdet. Als Folge müssten Makler ihre individuelle Beratungsleistung beispielsweise bei Haftpflichtversicherungen in Rechnung stellen. Der Beratungspreis läge dann über der Jahresprämie eine Haftpflichtversicherung. „Wir sehen nicht, dass einfache Konsumenten Willens und vor allen Dingen finanziell in der Lage sind, sich dann auch noch eine werthaltige Beratung leisten zu können“, argumentiert der VDVM.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hatte vergangenen Donnerstag in einer Stellungnahme bei der BaFin das Ende des Provisionsabgabeverbots vehement abgelehnt. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil vom Oktober 2011. Richter hatten entschieden, dass der Inhalt des Abgabeverbot zu unbestimmt sei. Derzeit prüft die BaFin, ob das Verbot aufrecht erhalten werden soll. In einem seit April laufenden öffentlichen Konsultationsverfahren können Verbände und Privatpersonen Stellung zum Thema beziehen.

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