BU: Schlechte Risiken werden kostspieliger

Versicherungen von Oranus Mahmoodi

Bei der Berufsgruppeneinstufung gibt es eindeutige Gewinner und Verlierer. Das ergab eine Analyse von Morgen & Morgen (M & M) zur Berufsunfähigkeit (BU). Im Rating wurden insgesamt 360 BU-Tarife von 77 Anbietern untersucht. M & M zieht mit Blicke auf die Anbieter eine positive Bilanz: Sieben Anbieter bekamen vom Analysehaus in diesem Jahr erstmals fünf Sternen.

Die Analysten von M & M haben 145 Berufe hinsichtlich der Beitragshöhe und -änderung innerhalb der letzten 1,5 Jahre untersucht. Neben dem Leistungs- und Bedingungswettbewerb inzwischen ein noch härterer Wettbewerb um die „guten“ Risiken, also risikoarme Berufe, statt. Der härteste Wettbewerb wird über den Preis geführt. „Gewinner sind ganz klar die Berufe mit dem geringsten Risiko. So zahlt unseren Auswertungen nach ein Notar beispielsweise für einen 5-Sterne-BU-Tarif mit 1500 Euro BU-Rente monatlich nur um die 50 Euro. Während ein Dachdecker für eine gleichwertige BU-Rente mit über 200 Euro richtig tief in die Tasche greifen muss“, so Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer von M & M.

Berufe, denen schlechte Risiken anhaften sind durchschnittlich teurer geworden. Diese „schlechten“ Berufsgruppen, also Berufen mit einem hohen Risiko berufsunfähig zu werden, kommen oftmals erst gar nicht durch die Antragsprüfung. Die Betroffenen sind auf alternative Invaliditätsprodukte angewiesen. „Die BU ist nach wie vor die Königsdisziplin unter den Produkten der Arbeitskraftabsicherung, für „schlechte“ Berufsgruppen wird sie sich aber einem harten Wettbewerb mit alternativen Absicherungen stellen müssen“, sagt Schinnenburg.

 

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