Berlin: Immobilienpreise auf neuem Höchststand

Sachwerte von Oranus Mahmoodi

Mieten und Preise für Wohnimmobilien klettern in Berlin-Mitte immer weiter. Der Immobilienmakler Engel & Völkers verzeichnete in seiner jüngsten Marktanalyse seit Jahresbeginn eine Verteuerung um fünf Prozent. Immobilienexperten prophezeien ein Ende des Preisanstiegs in Berlin.

Der Trend zeigte sich bereits in 2011. „Zusammenfassend kann man sagen, dass derzeit schlicht die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt und dass bei diesem Ungleichgewicht im Markt auf längere Sicht keine Änderung absehbar ist“, sagt Anne Riney, Büroleiterin von Engel & Völkers Berlin-Mitte. Die Preise werden stagnieren, prognostiziert Lahcen Knapp, Chef des Unternehmensverbundes One Group, gegenüber procontra online.

„Wir rechnen mit dem Ende des Kaufpreisanstiegs“, sagt Knapp. Noch steigen die Preise. Im Bezirk Berlin-Mitte registriert Engel & Völkers für 2011 etwa 12.000 Suchkunden, während lediglich 3.000 neue Wohnungen gebaut wurden. Die Nachfrage kann auch nicht durch Wechsel in den Bestandswohnungen gedeckt werden. Qualitätsimmobilien verzeichnen in Berlin inzwischen Spitzenpreise. „Obwohl sehr viele hochwertige Baumaßnahmen zu verzeichnen sind, reicht das Angebot allerdings noch immer nicht aus“, sagt Riney. Berlin-Mitte profitiert, wie die ganze Stadt, vom Hauptstadttrend. Auch die kritische Entwicklung von Währung und Staatsverschuldung in ganz Europa fördert die Nachfrage. „Das zieht immer mehr Menschen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus dem Ausland an“, sagt Riney. Berlin gelte als das attraktive Zentrum eines wirtschaftlich starken Deutschlands. „Wir treffen zunehmend auf Interessenten aus Italien, Spanien oder Griechenland, die ihr Kapital in Berliner Immobilien anlegen wollen.“?
 
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