PKV: Bundestag ratifiziert Provisionsdeckelung

Versicherungen von Oranus Mahmoodi

Ab heute, dem 1. April, wird die Provision der Versicherungsvertreter und Makler auf neun Monate gedeckelt – das ist kein verspäteter Aprilscherz. Zudem wurde die Stornohaftung von zwei auf fünf Jahre verlängert. Beide Beschlüsse sind Teil des „Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts“.

Am vergangenen Donnerstag hat der Bundestag beschlossen, die Zahlungen auf maximal neun Monatsbeiträge zu verkürzen. Ferner wurde die Stornohaftung auf fünf Jahre erweitert. Die Neuregelungen gehören zum dritten Teil des verabschiedeten „Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts“. Der Verband der Privaten Kranken Versicherung (PKV) begrüßt die Entscheidung des Bundestags.

„Hier haben alle Verantwortlichen erkannt, dass man im Interesse des Verbraucherschutzes Fehlentwicklungen begegnen muss“, sagt Reinhold Schulte, der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands. Die Verlängerung Stornohaftungszeit auf fünf Jahre werde zu einer Minderung der Abschlusskosten führen und „Umdeckungen“, die nicht im Interesse des Versicherten liegen, wirksam begegnen, erklärt Schulte.

Bei den Provisionen ginge es darum, Übertreibungen zu vermeiden, ohne jedoch die persönliche Beratung und Betreuung der Versicherten durch die Vermittler zu beeinträchtigen. Die Praxis müsse beweisen, ob sich die Neuregelung bewährt. Der Eingriff in die bisherigen Provisionsregelungen im Markt sei in Abstimmung mit der Wirtschaft erfolgt, betonte der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Flosbach in der Bundestagsdebatte. "Ich denke, das war einer der wichtigsten Schritte, um einen sauberen Markt für die Vermittlung von privaten Krankenversicherungen zu erreichen, und die Versicherungsbranche ist uns dankbar, dass wir in den Markt eingegriffen und diesen Missbrauch beseitigt haben", sagte Flosbach.

 

Foto: Kurt F. Domnik  / pixelio.de

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