maxpool distanziert sich von Ideal-Poolanalyse

Berater Versicherungen von Oranus Mahmoodi

Der Chef von maxpool, Oliver Drewes, distanziert sich energisch von der Pool-Analyse der Ideal Lebensversicherung. Die Ideal hat zum Jahresbeginn Pools und wirtschaftliche Vereinigungen dazu aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen. Aus der Analyse erstellte der Versicherer eine „Positivliste“, die am 1. April veröffentlicht wurde. Kein Aprilscherz: Gelistet waren „gute“ und „schlechte“ Pools. maxpool wird zwar als „guter“ Pool genannt. Drewes ärgert sich über die Vorgehensweise.

Das Gespräch mit maxpool sei bereits erfolgreich abgeschlossen, eine weitere Zusammenarbeit werde künftig „nachhaltiger“ gestaltet werden, heißt es bei der Ideal Lebensversicherung. maxpool distanziert sich von dieser Auswertung. Geschäftsführer Oliver Drewes begrüßt zwar den Grundgedanken der Transparenz. „Trotzdem ärgern wir uns sehr über die jetzt vorliegende Herangehensweise der Ideal und über diese Liste. Aus unserer Sicht wird damit der Eindruck erweckt, dass die Häuser Ideal und maxpool wech- selseitig an einer „nachhaltigeren Zusammenarbeit“ interessiert seien“, sagt Drewes. Dies könne der maxpool-Geschäftsführer seinerseits allerdings nicht erkennen.

Drewes bezeichnet die Ideal als einen „Nischenanbieter für Seniorenprodukte“. Die Versicherung zähle eindeutig nicht zu den primär empfohlenen Partnern von maxpool. „Besonders vor dem Hintergrund der bei uns intern derzeit laufenden Produktqualitätsausrichtung ärgert es mich auch ganz persönlich, wenn ein Versicherer unser Haus ohne vorherige Abstimmung in eigene Veröffentlichungen mit einbezieht“, sagt Drewes. Speziell mit der Ideal bewege das Unternehmen kaum nennenswerte Umsätze. Drewes fordert: „Wir möchten bitte auch zukünftig selber auswählen, welche Produkte wir präferieren und empfehlen und mit welchen Partnern wir eine „nachhaltigere“ Zusammenarbeit als sinnvoll ansehen“. maxpool hat die Ideal Lebensversicherung in öffentlicher, schriftlicher Form dazu aufgefordert, maxpool aus der Liste zu streichen.

Ohnehin sei ein Alleingang von Seiten der Versicherungsgesellschaften nicht zielführend in Richtung Transparenz. „Vor allem nicht bei der hier vorliegenden, aus meiner Sicht unzureichenden Umsetzung, die ich in ihrer Machart zusätzlich noch als grob unhöflich gegenüber der gesamten Vermittlerschaft ansehe", sagt Drewes in Richtung Ideal. Höflicher Umgang und eine offene Kommunikation gehörten auch zu Qualität und Transparenz. „Wir werden die Ideal umgehend erneut dazu auffordern, unseren Namen nicht weiterhin in öffentlich einsehbarer Form zu listen.“

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