BU-Schutz immer teurer

Versicherungen von procontra

Schlechte Risiken kaum noch versicherbar: Die Berufsunfähigkeits-Versicherer betreiben einen Preiskampf, den sich vor allem Aspiranten mit schlechteren Risiken nicht mehr leisten können, konstatiert das Rating- und Analysehaus Franke & Bornberg.

Die Tendenz über den Preis den Kunden zu gewinnen sollte vermeintlich dem Verbraucher in die Karten spielen. Doch dies trifft auf eine immer kleinere Zielgruppe, vornehmlich die mit guten Risiken, zu. Schlechtere, etwa handwerkliche Berufe, werden hingegen nur gegen einen deutlich höheren Beitrag versichert. Laut Franke & Bornberg hat sich das Prämienniveau für viele körperliche Berufe in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht.

Ein Prämienbeispiel des Analysehauses zeigt die Spanne. Während ein 30-jähriger Ingenieur für eine 1.000 Euro-BU-Rente bis zum Endalter 67 brutto 51,30 Euro pro Monat zahlt, erhöht sich dieser Beitrag bei gleichen Voraussetzungen für die Berufsgruppe um Metzger und Raumpfleger 266,95 Euro. Durch diese Entwicklung gestaltet sich für Makler das BU-Geschäft auch neu. Gute Risiken haben die freie (Preis-) Auswahl, schlechte hingegen bekommen einen Schutz angeboten, den sie sich kaum noch leisten können.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare