Euro- und Inflationsängste als Thema im Vertrieb?

Berater von Gastautor

Die aktuell in den Medien brennende Diskussion über Stabilität und Zukunft des Euro wird uns noch einige Zeit weiter begleiten. Oliver Drewes, Leiter des Vorsorgemanagements beim Maklerpool maxpool, äußert sich zum Thema Inflationsängste im Vertrieb.

Nein, auch wir bei maxpool wissen heute noch nicht, wie das alles mit Griechenland & Co. ausgehen wird. Wir können an dieser Stelle nur feststellen, dass wir bislang keine Umsatzrückgänge bei Kapitalanlageprodukten verzeichnen müssen. Stattdessen haben wir sogar deutliche Zuwächse. Auch können wir nicht feststellen, dass das Thema „Währungsangst“ im Vertrieb irgendwie anders eine nennenswerte Rolle spielen würde – oder gar die ersten Lebensversicherer tot umgefallen wären. Trotzdem möchte ich dieses Thema behandeln, da sich sicherlich viele von Ihnen und Ihren Kunden zumindest gedanklich immer mal wieder damit beschäftigen. Natürlich geht es auch mir so, wenn ich wieder einen „Weltuntergangsartikel“ irgendwo gelesen habe. Natürlich ist es kein Vertriebstipp von mir, dieses Thema offensiv in der Kundschaft zu behandeln. Zumindest sollte man aber „fertig“ mit dem Nachdenken sein, wenn Kunden über das Thema der Inflationsängste sprechen möchten. Daher führe ich im Nachfolgenden meine persönliche Sichtweise der Dinge aus, die möglicherweise auch aus „vertrieblicher Sicht“ nicht irrelevant ist. Was passiert eigentlich, wenn wir tatsächlich eine steigende Inflation bekommen? Ich meine, grundsätzlich sind ansteigende Inflationssätze für die Altersversorgung nicht unbedingt gleich schlimm. Wir dürfen nicht vergessen, dass Inflation erfahrungsgemäß auch zu steigenden Zinsen in der Kapitalanlage führt. Auch die konservativ verzinsten Produkte würden – etwas zeitversetzt – auf Inflation reagieren, indem die Gesamtverzinsung des Tarifs entsprechend ansteigen würde. Insoweit bedeutet Inflation also nicht zwingend eine existenzielle Bedrohung für Altersversorgungsprodukte. Gefährlich wird es erst dann, wenn Inflation zu stark wird oder gar in eine „Hyperinflation“ umschlägt, wie es beispielsweise unsere (Ur-)Großeltern nach dem Ersten Weltkrieg erleben mussten, oder das afrikanische Simbabwe noch im Jahr 2009. Sollte so etwas auf Deutschland tatsächlich zukommen, dann ist die Altersversorgung allerdings auch nur noch nebensächlich. Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und das blanke Chaos würden uns dann sicherlich viel mehr beschäftigen als unsere Rente.

Ich unterstelle und baue darauf, dass unsere heutige Bundesregierung aus den Fehlern der Weimarer Republik gelernt hat und insgesamt aufgeklärter agiert. Auch eine Währungsreform halte ich für blanke Theorie. Insoweit sehe ich auch die Altersversorgungsprodukte als nicht gefährdet an. Vielleicht nutzt Ihnen meine Argumentation etwas – die in dieser Art durchaus auch in den Medien vertreten ist, jedoch zumeist als „zu langweilig“ abgetan wird – aber deswegen ja nicht verkehrt sein muss. Sollte ein Kunde trotzdem noch verunsichert sein, sprechen Sie doch mal mit ihm über Fondspolicen, die ihren Investitionsschwerpunkt etwa auf produzierendes Gewerbe legen. Ein besonders interessantes Modell könnte dann beispielsweise auch die Sachwertpolice der LV 1871 sein, die eine ausgesprochen breite Diversifizierung in unterschiedliche Sachwerte sicherstellt – beispielsweise in Bodenschätze, Agrarrohstoffe, spezielle Unternehmensbeteiligungen und so weiter. Dieses Produkt und das entsprechende Informationsmaterial der LV 1871 passen außergewöhnlich gut zur derzeitigen Mediendiskussion und zu den darauf fokussierten Kunden.

Weitere Produktinformationen können Sie wie immer gern bei maxpool bekommen – oder im Internet unter www.Sachwertpolice.com.

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