bAV-Aufstockung bei Unternehmensaustritt

Berater von Kai Säland

In der Vergangenheit zeigte Steuerberater Kai Säland, dass Arbeitnehmer Abfindungszahlungen in die bAV umwandeln können, soweit die Höchstbeträge durch laufende Zahlungen in die bAV nicht ausgeschöpft wurden. Diesmal wird die gesamte Dienstzeit zugrunde gelegt.

Steuerberater Kai Säland gibt wertvolle Steuertipps

Es können auch noch nicht zugeflossener laufender Arbeitslohn wie etwa Urlaubs- oder Weihnachtsgeld und so weiter umgewandelt werden, jedoch muss die Zahlung im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen. Es wird unterschieden in die Vervielfältigungsregelung unter Anwendung der Pauschalsteuerregelung, soweit eine bAV bereits mit Vertragsdatum vor 2005 gegeben ist, und der Regelung, soweit eine bAV mit Vertragsdatum nach 2004 gegeben ist. Hier wird die Regelung mit der Pauschalsteuer dargestellt: Soweit der ausgeschiedene Arbeitnehmer eine Zusage auf eine betriebliche Altersvorsorge vor 2005 hatte, kann für die Umwandlung der Abfindung (Vervielfältiger) die günstige Pauschalversteuerung genutzt werden. Der Höchstbetrag aus Anlass des Unternehmensaustritts wird wie folgt berechnet: Der jährliche pauschalierungsfähige Höchstbetrag in Höhe von 1.752 Euro wird mit der Zahl an Kalenderjahren, in denen das Arbeitsverhältnis bestand, vervielfacht. Es muss hiervon eine Kürzung vorgenommen werden, soweit bereits eine bAV mit Beiträgen im Ausscheidensjahr und in den sechs vorangegangenen Kalenderjahren vor Unternehmensaustritt erfolgte. Das Dienstjahr bei Eintritt sowie Beendigung wird jeweils als volles Kalenderjahr gewertet. Gehen wir von einem Beispiel aus, bei dem 21 Dienstjahre zugrunde liegen. Multipliziert mit dem jährlichen Höchstbetrag von 1.752 Euro stünden 36.792 Euro als Abfindung im Raum. Davon müssen allerdings noch die Prämien für das aktuelle und die letzten sechs Jahre für die Direktversicherung abgezogen werden. Insgesamt also sieben Jahre mit je 1.752 Euro (12.264 Euro). Für dieses Beispiel blieben also noch 24.528 Euro als Höchstbetrag übrig. Die Regelung unter Anwendung von Paragraf 3 Nummer 63 EStG, somit mit Vertrag einer bAV nach 2004, wird beim nächsten Steuertipp dargestellt.

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