Weitere Entlassungen bei UBS

Investmentfonds von Silke Gleinig

Die Schweizer Bank UBS kommt aus ihrem Führungschaos nicht mehr raus. Nach dem milliardenschweren Zockerskandal, mussten jetzt die Chefs des globalen Aktienhandels, Francois Gouws und Yassine Bouhara, ihren Posten aufgeben. Weitere Spitzenkräfte sollen entlassen werden.

Mit Gouws und Bouhara trennte sich die UBS am Mittwoch von zwei weiteren  spitzenpositionierten Managern. Erst vergangene Woche musste Vorstandschef Oswald Grübel die Konsequenzen aus dem Skandal ziehen (procontra berichtete) und zurücktreten. Den Aktienhandel wird von nun an Mark Stewart allein verantworten. Dieser war erst vor kurzem von der Bank of America Merrill Lynch zu der Schweizer Bank gewechselt.

„Wir müssen ehrlich mit uns sein: So etwas sollte unter keinen Umständen jemals passieren“, verurteilte Sergio Ermotti den 2,3 Milliarden Dollar Verlust. Ermotti, übergangsweise Nachfolger von Grübel, musste allerdings selbst schon nach wenigen Tagen aufgrund umfangreicher Nebengeschäfte die Führung wieder abgeben.
Die UBS steckt derzeit inmitten eines Führungschaos und noch scheint kein Ende der personellen Erneuerungen in Sicht. Die Bank geht von weiteren Entlassungen aus: „UBS erwartet, dass auch Verantwortliche in anderen Funktionen mit Disziplinarmaßnahmen zu rechnen haben.“
Offenbar werden weitere Mitarbeiter mitverantwortlich für den Skandal gemacht. Sowohl im Aktiengeschäft als auch in anderen Bereichen müssen sich Beschäftigte auf „geeignete Disziplinarmaßnahmen“ einstellen, wie es in einer Mitteilung heißt.
Mitte September war bekannt geworden, dass der Londoner Händler Kweku Adoboli durch nicht genehmigte Transaktionen der UBS einen Schaden in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar verursachte.

Foto: © N-Media-Images – Fotolia.com

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